Olympiamuseum

Museumslandschaft in Z-Achse

Marc Schmailzl , Sebastian Schaaf / Technische Universität München
"Der Münchener Olympiapark ist heute einer der beliebtesten öffentlichen Freiräume der Stadt und weltweites Wahrzeichen Münchens. Er wird heute, nach fast 50 jährigem Bestehen, aktiv für vielfältige Veranstaltungen, Freizeitaktivitäten und als Naherholungsraum genutzt. Die Olympische Parklandschaft wurde für die Olympischen Spiele 1972, auf dem Gelände des Oberwiesenfeldes errichtet. Mit der Ausrichtung der Spiele schaffte es die Stadt München, sich in den Rang einer Weltstadt zu erheben.

Der Betreiber des Olympischen Areals, die Olympiapark München GmbH, hat angestoßen, die lebendige Geschichte des Ortes in einem Museum aufzubereiten, um dem Gelände eine neue Anlauf- und zentrale Informationsstelle zu geben."
Bewegt man sich aufmerksam durch den Olympiapark, so wird man mit dem Bauwerk des “Hochbunkers” in der Lerchenauer Straße unweigerlich konfrontiert. Es ist ein vergessener Ort, welcher trotz innerstädtisch attraktiven Lage isoliert und ohne jeden Gegenwartsbezug das Stadtbild prägt.

Da der Abriss ist aufgrund der endgültigen Festigkeit des Betons nach 40 Jahren enormen Kostenaufwand bedeutet, muss man sich Gedanken für neue Nutzungskonzepte machen.

Der Hochbunker ist ungenutzt und bietet aufgrund seiner exponierten Lage im innerstädtischen Gebiet ein hohes Potential für eine neue kulturelle, museale Nutzung. Der “schlafende Ort” soll in Form eines Olympiamuseums wieder zum Leben erweckt werden und neue Impulse für die Stadt setzen.
Gegenstand der Übersetzung ist dabei der Gegensatz zwischen dem protektionistischen Bunkercharakter und der damit verbundenen Öffnung der Bestandsstruktur und Umwandlung in eine museale Projektion,als neuen Auftakt zum Olympiagelände.

Die konstruktiven Elemente des Bunkers werden dabei sachlich als Auflager für einen zeichenhaften Eingriff verwendet. Der Bunker bildet dabei einen ergänzenden Weg, einen Binnenraum und eine Begleiterscheinung am Weg, die optische Verlängerung der Landschaft in z-Achse. Die organische Kubatur wird zum Leitmotiv als ein verschlungenes organisches Wegesystem, in welchem der Bunker eine formelle Integration findet. Es entsteht eine infrastrukturelle Vernetzung welche neben seiner programmatischen Funktion, auch als „Werbeschild“, als „Schaufenster“ und als „Schnittstelle zur Stadt“ verstanden wird und eine neue Museumslandschaft in Form einer Progressionsreihe (ähnlich einer Filmreihe) entlang des neuen Weges vorsieht.

Campus Masters Wettbewerb


Juli / August 2019

Facts

Hochschule:
Technische Universität München

Lehrstuhl:
Städtische Archietktur / Prof. Fink

Präsentation:
24.07.2019

Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
Allplan, Rhino, Sketchup, Vray, Adobe Suite

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