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Das Meeting mit der Natur

Lina Josefine Kufahl / Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Ein Entwurf für einen Arbeitsort, der durch die Verbindung mit der Natur inspirierende und energieschöpferische Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden hat.

Die momentanen Veränderungen und Entwicklungen unserer Arbeitswelt, ihre Dimensionen Arbeit, Ort und Zeit haben große Einflüsse auf unsere Gesundheit. Das heutige Arbeitsleben ist häufig geprägt durch psychische Belastung, Stress, bis hin zu Burnout.

Das Konzept off.line steht für eine „produktive Auszeit in der Natur“ und fokussiert die Aspekte Arbeit, Natur und Gemeinschaft.

Durchgespielt an einem Ort mit direkter Wasserlage in den Boddengewässern der Ostseeinsel Rügen sollen diese miteinander in Verbindung gebracht werden. Die Nähe zur Natur, ihre Ästhetik und Harmonie, schärfen die Sinne und verhelfen zu neuer Inspiration. Abgeschieden von Trubel, Lärm und Verkehr wird Raum für Besinnung und Konzentration geboten. Die Verbindung mit der Natur lässt Arbeiten somit zu einem ganz neuen Erlebnis werden. Menschen aus der Kreativbranche, überwiegend in einer Metropole wohnend, entfliehen temporär, für ein paar Tage oder eine Projektphase, dem Stress, der Hektik des Arbeitsalltags in einer Großstadt. Mit neuen Anreizen, Eindrücken und Erfahrung geht es nach der Auszeit zurück in die Stadt. Eine Auszeit in der Natur und das damit verbundene Heraustreten aus der Routine und Zurückbegeben an die Grundlage unseres Lebens, entwickelt wieder neue Blickwinkel und Motivationen.
Ein bewusstes Erleben - ein Meeting mit der Natur.

Das Areal besteht aus drei Gebäuden, die über eine identische Grundfläche und Form verfügen und sich lediglich in ihren Öffnungen nach außen unterscheiden. Mit jeweils unterschiedlichen Funktionen bilden sie den Gemeinschaftsbereich.
Das Gemeinschaftswohnhaus bildet den Ort des sozialen Miteinanders. Hier wird zusammen gekocht und an einer langen Tafel in der Gemeinschaft gegessen, gegenseitiger Austausch findet statt.
Im Ruhehaus verfügt jeder Gast über ein kleines privates Zimmer mit angrenzendem Bad. Dieser Ort gilt mit der Nähe zum Waldrand dem Schlaf und dem privaten Rückzug. Multifunktionale Möglichkeiten bietet das Aktivhaus. Yoga und Meditation in den Morgenstunden oder teambildende Maßnahmen am Nachmittag sind hier möglich. Eine große Fensterfront zur Südseite bietet den Blick über die Bucht.
Die Anordnung der drei Gebäude lässt einen Innenhof entstehen, der den Coworking und Coliving Gedanken unterstreicht. Die Formsprache ist simpel, geometrisch und leicht zu erfassen. Allgemein sind die Grundrisse sehr symmetrisch aufgebaut, was Ablenkung vermeidet und eine einfache Orientierung ermöglicht. Alle Gebäude befinden sich auf der gleichen Ebene und symbolisieren Bodenständigkeit, die Rückkehr zur Basis, zurück zum Einfachen.

Umgeben ist das Areal von 12 kleinen Kreativhütten, die zum fokussierten, zurückgezogenen Arbeiten einladen. In den vier Zonen - Wald, Schilf, Ufer und Wasser - unterscheiden sie sich in ihrer Funktion und Höhe sowie in ihren Blickwinkeln nach draußen. So gibt es für die verschiedenen Arbeitssituationen und Menschentypen den geeigneten Ort zum Arbeiten.


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Facts

Hochschule:
Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Lehrstuhl:
Prof. Dipl.-Ing. Carsten Wiewiorra

Präsentation:
03.07.2019

Abschluss:
Master

Rubrik:
Hotelbauten

Software:
Vectorworks, Photoshop

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