Non Scholae sed vitae discimus

Institutuonalisierte Überlagerung von Räumen des Lernens und des Alltags in einer Gemeinschaftsschule

Michael Hosch / Karlsruhe Institut für Technologie
Was muss eine Schule heutzutage leisten?

Eine Schule muss flexibel nutzbar sein und für unterschiedliche Arten des Lernens ausgelegt sein. Eine Schule muss integrativ mit ihrer natürlichen Umgebung und der Gemeinde verbunden sein und in die Stadtplanung mit einbezogen werden. Eine Schule sollte die Aspekte der Nachhaltigkeit vermitteln und zum Ausdruck bringen können.

Dieser Entwurf besteht aus sechs unterschiedlichen Lernbahnen, die jeweils unterschiedliche Bereiche beherbergen und repräsentieren. Die verschiedenen Bahnen sind durch Multifunktionswände voneinander getrennt. Diese beinhalten Sanitäranlagen, Einzelarbeitsplätze, Schließfächer und Ergänzungsräume für jeden Klassen- und Fachraum. Hier befindet sich auch die flexibel einsetzbare Bestuhlung und Möblierung der Räume. Die Erschließung des Gebäudes erfolgt durch zwei Haupterschließungsachsen. Die Achsen richten sich an der städtebaulichen Umgebung aus. Die öffentliche Achse führt von Norden nach Süden und grenzt an alle öffentlichen, mitgenutzten Bereiche an (Bibliothek, Kunst, Technik, Sport etc.). Die Schul-Achse führt von Osten nach Westen, dort liegen die wenig befahrenen Straßen. Die Schul-Achse verbindet alle schulischen Bereiche miteinander (Klassenzimmer, Verwaltung, Fachräume, etc.). Schulen sind mehr als Klassenzimmer und Flure, die ausschließlich Schüler  n/innen und Lehrenden vorbehalten sind. Auf dieser Grundlage kann eine Schule weitreichende Auswirkungen auf die Gemeinde haben.

Die Verbindung zwischen Schule und Gemeinde fördert soziale Aspekte und bietet die Möglichkeit zum Ort für zusätzliche Lernaktivität für Schüler und Gemeindemitglieder zu werden. Außerdem können Vorträge und Veranstaltungen (Theater, Sprachkurs, Musikunterricht, etc.) abgehalten werde. Durch die suffiziente Nutzung trägt die Schule auch in sozialen Aspekten der Nachhaltigkeit Verantwortung. Durch eine durchgehende Nutzung von Flächen und Räumen und einer Reduktion der Räume auf ein Minimum durch die flexible Nutzung, lässt sich der Flächen- und Ressourcenbedarf des Gebäudes erheblich reduzieren.

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Facts

Hochschule:
Karlsruhe Institut für Technologie

Lehrstuhl:
Raum+Entwerfen, Prof. Marc Frohn / Architekturtheorie, Prof. Dr. Georg Vrachliotis

Präsentation:
10.07.2019

Abschluss:
Bachelor

Rubrik:
Bildungsbauten

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