Nobel Forum in Lindau Platz 5

Treffpunkt für Nobelpreisträger und Wissenschaftlerinnen

Quentin Ferry / Fachhochschule Frankfurt / Main
Durch den Entwurf sollen Rhythmus und Etappen erschaffen werden. Dieses Grundstück ist stark geprägt von dem Bodensee, d.h, dass der Ausblick nach Lindau und auf die Alpen bspw. sehr wichtig ist. Über eine lange Architekturpromenade, die sich in Richtung Lindau orientiert und daraufhin seitlich abknickt, gelangt man auf den zentralen Platz.Während des Ankommens sieht man sich die Spiegelung des Bodensees auf der Nobelforum-Glasfassade entwickeln. In dem Forum befinden sich alle Haupterschließungen seitlich des Baus, damit der Ausblick nach Lindau und auf die Alpen ermöglicht wird.
Die erste Etappe in dem Forum ist der Eingangsraum mit seiner Doppelhöhe. Dies wirkt erst einmal wie eine Dekompression, wegen des großen Raumes. Danach müssen die Besucher einen der zwei weiteren Flure nutzen, um in die Lounge zu gelangen. Die lateralen Erschließungen auf dem Weg zur Lounge wirken dort als Kompression. Die Lounge selber erzeugt für die Besucher durch ihre Doppelhöhe wiederum einen Dekompressionseffekt.

Dieser Prozess wiederholt sich danach, bis die Wissenschaftler schließlich in der Aula ankommen. Um die Räume zu verknüpfen, wird die Fibonacci Reihe benutzt. Die Eingangshalle ist beispielsweise acht Meter, die Lounge daraufhin 13 Meter und die Aula 21 Meter lang, entsprechend der Golden Ratio. Dieses Verhältnis kreiert die ordentlichen Proportionen des Entwurfs. Das Wohngebäude ist im Vergleich zu dem Nobelforum um 90 Grad gedreht. Das erlaubt jeder Wohneinheit einen direkten Ausblick auf das Wasser. Die Erschließungen erfolgen in einem vollen Raum, durch welchen vier lange Treppen verlaufen. Es wurden keine Balkone vorgesehen, um eine glatte Fassade beizubehalten, Stattdessen sind bodentiefe Schiebefenster und Geländer vorhanden, wodurch die Gäste ebenfalls direkt im Freien sind. Im 2.OG an der Südseite entsteht die Sauna, an die eine großzügige Terrasse angebunden ist.

In dem Forum wurde sich für das Produkt von Okalux (Hersteller) entschieden. Das ist ein System mit Metallgewebe, welches sich zwischen den Glasscheiben befindet und dadurch die Strahlungen der Sonne reflektiert. Aufgrund des Winkels des Gewebes erlaubt das Material allerdings trotzdem einen Durchblick für den Betrachter.

Tragwerksystem des Nobelforums
Das Tragwerksystem wird durch Stahlbetondecken, -Wände und -Stützen gebildet. Die drei Stützreihen sind jeweils 9,20 Meter voneinander entfernt. Die Intervalle der verschiedenen Tragwerksysteme sind jeweils 2,60 Meter voneinander entfernt. Die Stützen sind jeweils durch zwei solcher Intervalle voneinander getrennt.

Es gibt zwei verschiedene Trägerlängen, entweder 9,20 Meter oder 18,40 Meter. Im Eingang oder in der Aula sind die Unterzüge beispielsweise doppelt so groß wie in den anderen Räume, um Stützen in der Mitte zu vermeiden.
In beiden Fällen sind die Träger dreieckig, damit die Eindrücke des Raumes ähnlich wirken.

Campus Masters Wettbewerb


März / April 2018

Facts

Hochschule:
Fachhochschule Frankfurt / Main

Lehrstuhl:
Prof. H.Gies

Präsentation:
22.02.2018



Abschluss:
Master

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
Microstation, Rhino, Vray, Photoshop

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