Neues Kunst- und Kulturzentrum

am Ebertplatz in Köln

Hülya Özkurt
Einige der am meist frequentierten Orte der Stadt tragen ihre ursprüngliche Funktion nur noch im Namen. Viele Plätze sind heute mehr durch den Schienen- und Straßenverkehr geprägt als durch die ursprüngliche Eigenschaft, als ein Ort des Verweilens und Zusammenkommens, wie der Ebertplatz in Köln. Der Entwurf hat das Ziel definiert, den teilweise im Bestand vorhandenen Platz durch eine Bebauung als gesamtheitliche Kreisform zu vervollständigen und die Kontinuität der Ringe in Form der konkaven Fassade aufzufangen. Die gerade Gebäudekante wurde zur Grünfläche hin als Abschluss definiert. Das Gebäude entsteht auf der neuen Platzfläche, die auf das Umgebungsniveau angehoben wurde. Durch das Einfügen eines Kunst- und Kulturzentrums am Ebertplatz wird das Potenzial in der Umgebung aufgenommen und eine neue Mitte definiert. Die Brunnenskulptur am ehemaligen Ebertplatz wird als zentrales Element auf dem neuen Platz mittig auf einem Treppenpodest in Szene gesetzt. Somit fungiert dieser Platz als eine neue Mitte an der wichtigen historischen Nord-Süd-Achse Eigelstein und Neusser Straße. Die acht-Spurige Verkehrsschneise zwischen dem Ebertplatz und der Grünfläche wird abgekappt, um den räumlichen Zusammenhang wieder herzustellen. Alle Barrieren wie Grenzmauern, Parkplätze etc. werden restlos beseitigt, um das einheitliche Bild des Gesamtraumes wiederherzustellen und um der Bevölkerung den Zugang zum Platz und zum Park zu erleichtern. Zudem wurde der Autoverkehr an der gesamten Platzanlage auf eine Fahrspur reduziert und am Park komplett beseitigt. Um die Schadstoff- und Lärmbelastung zu reduzieren, wird der zweispurige Verkehr auf eine Spur reduziert. Im Focus liegt dabei die Gesundheit der Bevölkerung. Die Planung der Fahrradwege besonders in der Innenstadt und in der Umgebung, sowie die Beruhigung des Verkehrs sorgen für eine Steigerung der Lebensqualität der Anwohner. Durch die Beibehaltung des öffentlichen Verkehrsnetzes soll die oben genannte Situation unterstützend gefördert werden. Hierzu wurden alle Abgänge zur U-Bahn Station geschlossen und eine repräsentative überdachte Zugangssituation zu der U-Bahn geschaffen, sodass auch alle Angsträume entfernt werden. Die Bushaltestellen am Ebertplatz werden zugunsten einer durchgehenden Gesamtanlage und einer durchgehenden Fußgängerfrequentierung verlegt. Fortführend zu der neu gebauten Haltestelle wurden bis zur Bastei rundförmige Baukörper für eine Qualitätssteigerung für den öffentlichen Raum im Theodor-Heuss-Park geplant. Diese Baukörper sind mit einem zentralen, zur Bastei und zum Rhein führenden Wegen mit der Umgebung zu erreichen. Im Park sind Wasserflächen angebracht, in Anlehnung an den historischen Hafen. Um dem Gebiet einen wahrnehmbaren Anfang und ein Ende zu geben, wurde an der Bastei eine Treppenanlage gebaut, wodurch die gesamte Erschließung auf dem gesamten öffentlichen Raum verbunden wird. Somit wird die entkoppelte Bastei zu einem sichtbaren Abschluss des komplett neu geschaffenen Gebiets.

Hier bewerten:

1 2 3 4 5

1092 mal angesehen

Facts

Lehrstuhl:
Architektur / Prof. Dipl.-Ing. Carola Wiese und Prof. Andreas Denk

Präsentation:
09.09.2019



Abschluss:
Master

Rubrik:
Städtebau

Software:
Vectorworks, Lumion, Adobe Photoshop

Weitersagen


Ergebnis erfahren

Wir informieren dich über den Ausgang des Wettbewerbs per Email oder Facebook