Latente Blockvolumen

Nachverdichtungspotentiale in Berlin

Sebastian Milbradt / Universität Kassel
In den deutschen Ballungszentren hält der wachsende Wohnungsbedarf weiter an. Neben der Schaffung von Wohnraum durch Neubau in der Peripherie werden insbesondere Strategien zur Nachverdichtung in Betracht gezogen, um den Wohnungsbedarf zu decken. So können Wohnungen im Innenbereich geschaffen werden, die auf eine vorhandene Infrastruktur zurückgreifen und keine zusätzlichen Flächen in Anspruch nehmen. Innerhalb des Berliner S-Bahnrings werden klassische Baulücken jedoch rar, sodass es langfristig unabdingbar ist, auch unkonventionelle Strategien zur Nachverdichtung in Betracht zu ziehen.

In einer ersten Untersuchung werden mögliche Nachverdichtungspotentiale aufgezeigt. Zum Vergleich der Potentiale wird das durch die Abstandsflächen abgeleitete maximale Bauvolumen herangezogen, woraus die Aufstockung eines Berliner Blocks als zu vertiefendes Szenario resultiert. Die Dachaufstockung gilt als großes Potential für die Nachverdichtung der Innenstädte, jedoch wird nur ein geringer Prozentwert dieses Potentials tatsächlich umgesetzt(1). Mit der Ausarbeitung soll die Möglichkeit einer übergreifenden Dachaufstockung mit den dazugehörigen Strategien aufgezeigt werden. Das enorme Potential wird somit auf Qualitäten, Vorteile und insbesondere auf Schwierigkeiten geprüft, sodass eine Übersicht über dessen Machbarkeit gewährt wird.

Im Entwurfsprozess wird das maximale Bauvolumen als immanente Erweiterungsform der Blockstruktur begriffen, und somit als Formfindungsmethode verwendet. Die Flexion der Besitzstrukturen, auf die sich das maximale Bauvolumen bezieht, ermöglicht eine Anpassung des maximalen Bauvolumens durch den Entwerfer. Die so abgeleitete Form wird unter Berücksichtigung der Themen Erschließung, Brandschutz, Konstruktion, Hochhausbau und Bauen im Bestand zu einer blockumfassenden Wohntypologie entwickelt.

1 BBSR-Online Publikation 08/2016 - Potenziale und Rahmenbedingungen von Dachaufstockungen und Dachausbauten

Campus Masters Wettbewerb


März / April 2018

Facts

Hochschule:
Universität Kassel

Lehrstuhl:
Architekturtheorie und Entwerfen, Philipp Oswalt

Präsentation:
28.09.2017



Abschluss:
Master

Rubrik:
Wohnbauten

Software:
ArchiCAD, Rhino, Photoshop, InDesign

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