Future Impact Lab

CoWorking in Berlin Kreuzberg

Lisa Johanna Bücker / Bauhaus-Universität Weimar
Beschreibung der Arbeit:
In den Zeiten der Digitalisierung hat sich die Art des Arbeitens grundlegend geändert: Nahezu überall kann dem Job nachgegangen werden. In meiner Masterthesis habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie ein Ort aussehen sollte, an dem Ideen entstehen und umgesetzt werden. Was für Bedürfnisse haben heutige Nutzer an ihren Arbeitsplatz?
 
„Orte, an denen sich Ideen austauschen und vermischen können, sind Orte besonderer Kreativität und Innovation“ -  Steve Johnson, Where good Ideas come from
 
Entstanden ist der Entwurf des „Future Impact Labs“ , ein CoWorking Space in der Nähe des U-Bahnhofs „Schlesisches Tor“ in Berlin Kreuzberg. Der Leitgedanke war das Schaffen eines Ortes, an dem statt nebeneinander miteinander gearbeitet werden kann. Dieser spiegelt sich auf drei Ebenen wider.
 
Basis ist eine architektonische Struktur, die Gemeinschaft nicht nur zulässt, sondern befördert. Basierend auf einem Raster, welches sich an der Geometrie des Grundstücks orientiert, wurde ein dreidimensionales Raumgewebe geschaffen. Offene Bereiche stellen kommunikative Bereiche dar und werden durch eingestellte Räume, die introvertierte oder dienende Funktionen beinhalten, gegliedert.Durch die Anordnung der Räume innerhalb des Raumgewebes wird ein Raum-zu-Raum Prinzip hergestellt. Flure werden so obsolet und Flächen effizient bespielt. In der Vertikalen verbindet ein großzügiges Atrium die Geschosse, eingerahmt von der Erschließung. So werden alltägliche Begegnungen zwischen den Nutzern geschaffen und ein Gefühl der Gemeinschaft hergestellt.
 
Das Gebäude sollte nicht nur als Hülle eines kommunikativen Ortes dienen, sondern auch Basis für eine Kommunikation mit der umliegenden Nachbarschaft bilden.  In Form von vier Eingängen öffnet sich das Gebäude seiner Umgebung und lädt Nachbarn sowie Neugierige zum Austausch mit den Nutzern und ihren Projekten ein. Dementsprechende Funktionen sind im Erdgeschoss angesiedelt: Café, Auditorium sowie ein Ausstellungsbereich.
 
Das Nutzungskonzept des „Future Impact Labs“ richtet sich an Menschen, die sich mit Lösungen für eine gemeinschaftliche Zukunft beschäftigen und von einem kommunikativen Arbeitsumfeld profitieren. Die Arbeitsbereiche sind nicht nach Professionen unterteilt, sondern orientieren sich an der Mietdauer des Nutzers und werden mit steigender Geschosszahl individueller und privater. Das Dachgeschoss ergänzt das CoWorking- mit einem CoLiving-Konzept durch Freizeitbereiche sowie kleine Apartments für kurzzeitige Nutzer ohne Wohnsitz in Berlin.
 
Der Habitus des Gebäudes ist geprägt durch das dreidimensionale Raster, welches als Tragwerk sichtbar wird. Die Kommunikativen Bereiche zeigen sich nach Außen in Form von großzügigen Fensterfronten als offene Bereiche. Die eingestellten Boxen sind in der Fassade als Streckmetallpaneele sichtbar und ermöglichen Durchblicke, erhalten jedoch die Privatsphäre im Inneren.

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Facts

Hochschule:
Bauhaus-Universität Weimar

Lehrstuhl:
Entwerfen und Baukonstruktion

Präsentation:
02.10.2018

Abschluss:
Master

Rubrik:
Bürobauten

Software:
ArchiCad 22

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