Die Scheibe Platz 4

Ein Architekturforum für Stuttgart

Maximilian Scheffel / Universität Stuttgart
Eine große Ansammlung von Architekturbüros, sowie drei Architekturschulen unterstreichen Stuttgarts architektonische Präsenz in Deutschland. Der Stadt fehlt jedoch eine eindeutige Adresse, an der über Architektur gesprochen und diskutiert wird. Zudem gibt es wenig Ausstellungsfläche, um Zeichnungen und Modelle vegangener Jahrzehnte Stadtgeschichte den Bürgern zu veranschaulichen.

Mit dem Entwurf der ,,Scheibe‘‘, einem fast 40 Meter hohen Gebäude im Herzen Stuttgarts, möchte ich einen Ort schaffen, an dem Menschen über Architektur diskutieren und etwas über Architektur lernen können. Direkt am Schlossplatz gelegen, wird der Entwurf an das ehrwürdige Kunstgebäude von Theodor Fischer und an den dazugehörgen Vierreckssaal von Günther Wilhelm angebaut. Die Idee ist es den Bestand nicht anzurühren, sondern das Architekturforum als drittes Element anzugliedern und ein zusammenhängendes Trio zu errichten. Die jetzige Tiefgarageneinfahrt wird überbaut und dadurch wird ein neuer, attraktiver Eingangsbereich geschaffen. Der bestehende Verbindungsbau wird verbreitert und dient weiterhin als Verteiler und als Foyer der drei unterschiedlichen Baukörper. Durch den Verbindungsbau gelangt man außerdem über eine breite Treppe, die sich in der Fuge zwischen Viereckssaal und Architekturforum befindet, ins Untergeschoss. In diesem sind neben dem Vortragssaal, noch die Garderoben und das Archiv untergebracht. 

Das Architekturforum zeigt sich im Grundriss als langgestrecktes Rechteck und besitzt im Erdgeschoss ein Stadtmodell, sowie eine Ausstellungsfläche für Wechselausstellungen. Ab dem ersten Obergeschoss beginnt der Rundgang durch das Forum. Gegliedert sind die Geschosse immer gleich, sodass im nördlichen Abschnitt die Austellungsflächen zu finden sind und sich im südlichen Bereich die privateren, gemeinschaftlich genutzten Räume befinden. Durch Galeriesitituationen und vorgelagerten großen Fensterflächen werden die Räume natürlich belichtet. Die darunteliegenden Räume werden durch das von oben einfallende Licht ebenfalls belichtet, sind aber keinem frontal einfallenden Tageslicht ausgesetzt und bieten daher perfekte Räumlichkeiten für die Bibliothek, sowie dem Film- und Vortragsraum.

Im obersten Geschoss befindet sich ein Multifunktionsraum, der für Veranstaltungen, Ausstellungen oder als Aussichtsraum genutzt wird. Durch die Höhe hat man einen hervorrragenden Blick über den Schlossgarten und die angrenzende Kulturmeile. Im südlichen Bereich befindet sich die Espressobar, von der man einem Blick über die Dächer der Innenstadt hat.

Da sich das Gebäude entlang der Längsseiten nach Ost und West ausrichtet, sind auf diesen beiden Seiten die Fensterflächen angebracht. Die kurzen Stirnseiten des Gebäudes besitzen keine Fenster, da sich dort die notwendigen Erschließungskerne befinden. Die Fassade besteht aus natürlich, grünlich patinierten Kupferelementen, welche man auf unzähligen Stuttgartern Kulturbauten vorfinden kann.

Campus Masters Wettbewerb


Juli / August 2020

Facts

Hochschule:
Universität Stuttgart

Lehrstuhl:
Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens / Prof. Dipl.-Ing. Markus Allmann | Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen / Prof. Alexander Schwarz

Präsentation:
27.05.2020

Abschluss:
Master

Rubrik:
Kulturbauten

Software:
baunetz.de, BauNetz Newsletter, Freunde/Bekannte

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