Das Analemma-Projekt Platz 1

Sebastian Windisch / Technische Universität Berlin
Grundlegende Fragestellung der Arbeit war: Wie kann ein Shop- und Showroomkonzept aussehen, das eine cooperate identity vermittelt, ohne dabei auf sich wiederholende architektonische Formen zurückzugreifen?
Deshalb wird die Architektur in den globalsten Zusammenhang gestellt, den es gibt: die Sonne.
Das Verhältnis zwischen Erde und Sonne ist ein sehr komplexes - aufgrund der elliptischen Umlaufbahn der Erde, der Schrägstellung der Erdachse und der exzentrischen Lage der Sonne zur Umlaufbahn. Wer alle Daten berücksichtigen will, hat sich mit einem Phänomen auseinanderzusetzen, das Analemma oder Zeitgleichung genannt wird. Man kann das Analemma "sichtbar" machen, indem man jeden Tag zur gleichen Zeit vom gleichen Ort aus ein Foto von der Sonne macht und diese Aufnahmen dann übereinanderlegt (Abb.13: Das Analemma). Dabei ergibt sich als Bild eine 8, die bereits sichtbar macht, warum herkömmliche Sonnenuhren wie z.B an Kirchtürmen nicht minutengenau funktionieren.
Die Grundidee des Konzeptes ist eine Architektur, die sich als exaktes Abbild des Verhältnisses zwischen Sonne und Erde versteht. Dafür wird eine Hülle entworfen, die jene Zeitgleichung visualisiert. Es bedarf dafür mehrfach gekrümmter Hüllflächen als Schattenspender und Schatten empfangende Ableseobjekte.
Die so erreichten geometrischen Gebilde sehen an jedem Ort der Welt anders aus. Da sie in Größe und Anordnung variabel sind (vom Fußballstadion bis zum Möbelstück), können sie den Bedürfnissen am Ort angepasst werden. Das Konzept gibt dem Kunden eine cooperate identity im globalen Zusammenhang, ohne nur einen einzigen architektonischen Stereotyp zu wiederholen.
Die Abbildungen sind exemplarische Ausarbeitungen für Berlin.

Campus Masters Wettbewerb


1, 2008

Facts

Hochschule:
Technische Universität Berlin

Lehrstuhl:
Prof. Wolfram Popp

Präsentation:
September 2007

Rubrik:
Theoretische Themen

Software:
Aufgrund der notwendigen Präzision und Komplexität wurde von Anfang an CAD unterstützt gearbeitet: Rhino, Flamingo, Auto Cad, 3ds max; das Modell wurde im 3D-Printverfahren erstellt.

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