DOKKII

Stadt zwischen BERGEN und Meer / Umnutzung eines Schwimmdocks

André Enzner / Beuth Hochschule für Technik
Die Anziehungskraft und Attraktivität von Städten wird im Laufe des 21. Jh. immer mehr zunehmen. Somit erhöht sich auch stetig der Platzbedarf von Städten. Besonders am Wasser liegende Städte haben, durch die Begrenzung von Meer und Seen, Schwierigkeiten sich auszudehnen. Zudem steigt, aller Voraussicht nach, der Meeresspiegel an, was zu einer existenziellen Bedrohung mancher Städte werden kann. Städte und ihre Architektur müssen lernen mit dem Wasser zu agieren anstatt sich gegen das Wasser abzuschotten.

Mit dem Entwurf DOKKII wird für die norwegische Stadt Bergen, mittels einem über 100 Jahre alten Schwimmdock, die Möglichkeit der Stadterweiterung auf dem Wasser dargestellt. Durch die Nachnutzung des Industriedocks wird ein schwimmendes öffentliches Gebäude entworfen. Die Gebäudetypologie der schwimmenden Häuser wird hier weitergedacht und zu einem schwimmenden Stadtraum uminterpretiert.

Der Entwurf DOKK II, ein schwimmendes Maritim-Archiv mit Bibliothek und frei nutzbaren Flächen für Künstler und Studenten, reagiert auf den innerstädtischen Platzmangel in Bergen und verleiht einem historischen Stahl-Koloss eine neue Identität. Der Entwurf respektiert das alte Schwimmdock und greift nicht in seine Struktur ein. Mit wenigen Ergänzungen wird auf dem Schwimmdock ein öffentliches Gebäude platziert.
Ein massiver Betonkörper bildet das Untergeschoss aus, indem das Archiv untergebracht ist. Die oberen Geschosse bestehen aus einer Stahlbaukonstruktion und einer transluzent anmutenden Fassade.

Das Dock wird über einen Steg aus schwimmenden Pontons erreicht. Der Bezug zum Wasser ist allgegenwärtig und kann von überall wahrgenommen werden. Um in das Foyer zu gelangen muss der Besucher unter dem Gebäude hindurchgehen und über die vertikalen Öffnungen im Betonkörper nach oben schreiten. Mit Sportbooten kann direkt unter dem Gebäude angelegt werden. Das Dock kann im Sommer angehoben werden um zusätzliche Flächen für den sommerlichen Stadtraum zu generieren. Vorstellbar sind Musik- und Theater-Veranstaltungen. Das Gebäude kann theoretisch an jeden Küstenort der Welt gezogen werden und ist somit als Ganzes wiederverwertbar.

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Facts

Hochschule:
Beuth Hochschule für Technik

Lehrstuhl:
Architektur und Gebäudetechnik / Prof. Dipl.-Ing. Petra Vondenhof-Anderhalten

Präsentation:
18.04.2018



Abschluss:
Master

Rubrik:
Bauen im Bestand

Software:
Archicad, Adobe Photoshop

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