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Warum Ranglisten?
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Wir kennen Ranglisten aus vielen Bereichen: Sport, Kunstmarkt, Hochschulen usw.. Die Kriterien der Rangfolgenbildung sind zwar oft umstritten, die Ranking-Ergebnisse selbst jedoch finden breites Interesse in den Medien, bei den konkurrierenden Insidern und beim interessierten, nach Orientierung suchenden Publikum. Im Bereich der Architektur basieren Ranking-Versuche überwiegend auf ökonomischen Erfolgskriterien (Bürogröße, Projektvolumen, Technisierungsgrad etc.). Ein architektonisches Qualitätsranking gab es bisher nicht; anders als z.B. beim Sport gibt es in der Architekturkonkurrenz keine evidente Korrelation zwischen qualitativer Leistung und wirtschaftlichem Erfolg.


Aufbau eines Architekten-Rankings nach Architektur-Qualität

Die Idee ist, zur Ermittlung der Architektur-Qualität eines Büros die Häufigkeit der Erwähnung in den bestgeeignetsten Architektur-Fachzeitschriften heranzuziehen und auszuwerten. Das entscheidende Kriterium im Rankingverfahren für Architekten ist der Grad der Beachtung ihrer Werke in diesen ausgewiesenen Organen der Fachpresse. Der Grad der Beachtung publizierter Werke mag zwar durch deren gesellschaftliche Bedeutung oder technische Dimension mitbeeinflusst sein; vor allem aber, so die begründete Erwartung, spiegelt er ihren architektonischen Rang.

Für den Aufbau des Architekten-Ranking bedeutet das: Der Umfang der Projekt-Dokumentationen in den ausgewählten Fachzeitschriften ist die Bewertungsgröße für die Einordnung von architektonischer / städtebaulicher Leistung. Nach sorgfältig entwickelten Verfahrensregeln werden die relevanten Daten der publizierten Werke quantitativ ausgewertet und zusammengefasst.


Nachfragemotive und Zielgruppen

  • Unterhaltungs-Aspekt
    Zielgruppe: die interessierte Öffentlichkeit.
    Turnusmäßig aktualisierte nationale und regionale "Punktetabellen" (mit Kommentar) sollen Werbekraft entwickeln für Architekten und reflektierende Fach-Medien.
  • Konkurrenz-Aspekt
    Zielgruppe: die Architekten.
    Unter den "eingestuften" Architekten wird es Nutznießer und Enttäuschte geben. Auseinandersetzungen werden nicht ausbleiben. Die öffentliche Diskussion und die ausgewerteten Zeitschriften werden davon profitieren.
  • Orientierungs-Aspekt
    Zielgruppe: Nachfrager von Architektenleistungen.
    Wenn öffentliche oder private Bauherren für beschränkte Wettbewerbe, Gutachten oder Direktaufträge qualitativ ausgewiesene Architekten suchen, stehen hierfür nach Regionen und Sachgebieten aufgearbeitete Listen zur Verfügung.
  • Kommunalpolitischer Aspekt
    Zielgruppe: die Städte.
    Die konkurrierenden Städte könnten durch Ranking belegte kommunale Architekturqualität in ihr kulturelles Profil einbeziehen.