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11.06.2001
Radikal modern
Zum 75. Geburtstag von Georg Heinrichs
Am 10. Juni 2001 wurde der Berliner Architekt und Städteplaner Georg Heinrichs 75 Jahre alt.
Sein Name ist verbunden mit der Großsiedlung Märkisches Viertel in Reinickendorf, die heute als Berliner Beispiel für das Scheitern der Spätmoderne gehandelt wird. Von 1962 an plante Heinrichs die damals als zukunftsweisend geltende Wohnanlage für 40 000 Menschen zusammen mit Werner Düttmann und Hans-Christian Müller.
Bekannt als Entwerfer ist Heinrichs weiterhin durch eine lange Reihe von Gebäuden in Berlin: der spektakulären 600 Meter langen Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße (1976-81 mit Gerhard und Klaus Krebs), dem Einkaufszentrum Forum Steglitz (1967-70) und der Wohnbebauung Opernviertel an der Bismarckstraße in Charlottenburg (1966-70).
Heinrichs war ein Architekt, der wie viele seiner Generation bis zur letzten Konsequenz an die Moderne glaubte. Er studierte nach Kriegsende an der von Max Taut geführten Hochschule der Künste in Berlin. Nach seinem Diplom 1954 wirkte Heinrichs als Mitarbeiter des Bauhaus-Architekten Wils Ebert an der Erweiterung der Dahlemer Museen mit, dann arbeitete er für Alvar Aalto, der gerade sein Wohnhochhaus im Hansaviertel plante.
Eines seiner letzten Projekte waren Wohnbauten, die er im Rahmen der IBA zwischen 1984-87 in der Potsdamer Straße im Bezirk Schöneberg errichtete.
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