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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen_Zaha_Hadids_Gartenschau-Pavillon_in_Weil_am_Rhein_eroeffnet_4819.html

12.03.1999

Gebündelte Räume

Zaha Hadids Gartenschau-Pavillon in Weil am Rhein eröffnet


Am 10. März 1999 wurde in Weil am Rhein der baden-württembergische Pavillon für die Landesgartenschau „Grün 99“ eröffnet. Nach dem Vitra-Feuerwehrhaus ist dies der zweite Bau der im Irak geborenen und in London tätigen Architektin Zaha Hadid in Weil, der die Stellung des kleinen Ortes kurz vor der Schweizer Grenze als Pilgerstätte für Architekturtouristen weiter untermauern wird.
Der „Treffpunkt Baden-Württemberg“ wird im Rahmen der Gartenschau vom 16. April bis 17. Oktober 1999 als Veranstaltungs- und Ausstellungsbau, anschließend als ständiger Sitz eines trinationalen Umweltzentrums mit Café genutzt.
In Zusammenarbeit mit P. Schumacher sowie den Architekten Mayer und Bährle hat Zaha Hadid den etwa 3,4 Millionen Mark teuren und knapp 840 Quadratmeter großen Bau innerhalb von zwei Jahren errichtet. „LF one“ hat sie das Projekt genannt, ein 140 Meter langes „Raumbündel“, das physisch und formal in die topografisch abwechslungsreiche Gartenlandschaft integriert ist und aus der Geometrie des ihn umgebenden Wegenetztes förmlich herauswächst. Vier parallele und teilweise miteinander verbundene Räume sind zwischen sich in der Breite und in der Höhe verzweigenden Wegen ausgebildet.
Die Grenzen zwischen der äußeren Hülle des Gebäudes und seiner Umgebung sind - ungewöhnlich für die Architektin - nicht scharfkantig und schrill, sondern weich und fließend gestaltet. Dem Besucher soll es überlassen bleiben, je nach „Perspektive, Ziel oder Stimmung“ Anfang und Ende des von Sichtbeton beherrschten Baukörpers zu definieren. Er kann das geschwungene Gebäude betreten, es durchqueren oder darüber hinweglaufen.
Die von der Stadt ursprünglich geplante, enge Vernetzung des Gartenschaugeländes mit den nahegelegenen architektonischen Sehenswürdigkeiten bei Vitra konnte nicht realisiert werden. An den Rändern des Gartenschaugeländes endet vorerst noch der Einflußbereich des in einem Wettbewerb preisgekrönten Wege- und Gestaltungskonzepts der Landschaftsarchitekten Krupp, Losert + Partner aus Denzlingen, in das sich der Hadid-Bau einfügt und zugleich als Höhepunkt daraus entwickelt.

Innenaufnahme als Zoombild, Fotos: Landesgartenschau Weil am Rhein.

BauNetz-Meldung zum Richtfest vom 28. 9. 1998


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