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17.10.2005
Museal
Praemium Imperiale geht an Yoshio Taniguchi
Am 18. Oktober 2005 wird in Tokio der Praemium Imperiale vergeben, der oftmals als Nobelpreis der Künste bezeichnet wird. In der Gattung Architektur bekommt der japanische Architekt Yoshio Taniguchi die Auszeichnung.
Der von der Japan Art Association verliehene Preis ist pro Gattung mit 15 Millionen Yen (111.000 Euro) dotiert und damit weltweit eine der höchsten Auszeichnungen für Kunst.
Der 1937 in Tokio geborene Taniguchi arbeitete nach seinem Studium in Harvard für Kenzo Tange, bevor er sich selbständig machte. Bekannt ist Taniguchi für seine Museumsbauten, die an gediegender Schlichtheit und kühler Ästhetik kaum zu überbieten sind. Mit einer Farbpalette von Hellgrau bis Anthrazit nimmt Taniguchi seine Bauten gegenüber den Exponaten zurück und evoziert eine fast hypnotisierende Ruhe und Stille. In Mies'scher Tradition schafft er kohärente und einer eigenen Logik folgende Räume, bei denen Innen- und Außenraum fließend ineinander übergehen.
Taniguchi zeichnet unter anderem für das Nationalmuseum in Tokio (1999) und die Erweiterung des Museums of Modern Art in New York verantwortlich (BauNetz-Meldung vom 19. 11. 2004).
Neben Taniguchi erhielten die Auszeichnungen des Praemium Imperiale in den weiteren vier Gattungen der amerikanische Maler Robert Ryman, der japanische Modeschöpfer Issey Miyake, die argentinische Pianistin Martha Argerich und der amerikanische Tänzer und Choreograf Merce Cunningham.
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