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16.07.2007
Wände aus Wasser
Pavillon für Expo in Zaragoza vorgestelt
Bis auf die deutschen dürfen sich ja immer alle Architekten auf den internationalen Expos austoben. Und da die Schauen auch für Nicht-Architekten konzipiert sind, halten hier immer wieder total verrückte Konzepte Einzug, mit denen man die Massen begeistern will. Besonders beliebt ist dabei das Experimentieren mit Materialien, vorzugsweise mit solchen, die keine Baustoffe sind, wie Papier (Schweizer Pavillon 1992 in Sevilla) oder Wasserdampf : Nach der „Wolkenformation“ von Diller + Scofidio zur Expo 2002 in der Schweiz kommt nun der digitale Pavillon „Waterwalls“ vom MIT (Harvard) und carlorattiassociati (Turin) für die Expo 2008 im spanischen Zaragoza.
Der Info-Pavillon, der am Eingang zum Expogelände aufgestellt werden soll, bedient sich einer Technik, wie sie teilweise schon im Bühnenbild eingesetzt wird: Digital gesteuerte Öffnungen bzw. Düsen lassen Tropfen fallen, die einzelnen Pixeln entsprechen. Analog zur LED-Technik mit ihren Bildern aus Lichtpunkten bzw. LEDs, entstehen über diese „Vorhänge“ digitale Wasserbilder. Sensoren ermitteln, ob sich ein Besucher auf eine der Wände zubewegt, so dass das Wasser gestoppt wird. Der Pavilon selbst bietet einem Café, einem Ausstellungsbereich sowie diversen Aufenthaltzsonen für die Besucher Platz. Das Dach der Konstruktion wird aus einem dünnen Wasserfilm bestehen, der hoch- und hinuntergefahren werden kann. Bei zu starkem Wind, wird das Dach komplett auf den Boden gefahren – und der Pavillon verschwindet.
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