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27.03.2001
Schneller fliegen
Neuer Großflughafen in Athen eröffnet
Am 28. März 2001 nahm auf der Halbinsel Attica unweit von Athen einer der modernsten Flughäfen Europas den Betrieb auf. Der neue griechische Hauptstadtflughafen „Eleftherios Venizelos“ ist mit einem Investitionsvolumen von 2,27 Milliarden Euro das bisher größte privat finanzierte internationale Flughafenprojekt. Bauherr und Betreiber ist die Athens International Airport S.A. (AIA), die zu 55 Prozent dem griechischen Staat gehört und zu 45 Prozent einem privaten Konsortium. Das Konsortium unter der Führung der Essener Hochtief AG setzt sich zusammen aus der eigens gegründeten Hochtief Airport GmbH, dem Mannheimer Technologiekonzern ABB und der Flughafen Athen-Sparta Projektgesellschaft. Nach 51 Monaten Bauzeit wurde das Großprojekt nun an die Republik Griechenland übergeben. Aus dem Hause der Hochtief AG stammt dabei nicht nur die architektonische Planung. Das Unternehmen wird auch für den Betrieb des neuen Flughafens verantwortlich sein.
Der Flughafen umfasst eine Gesamtfläche von 1.244 Hektar, auf dem ein Hauptterminal (160.000 Quadratmeter Fläche, 800 Meter Länge) und ein Satellitenterminal (40.000 Quadratmeter Fläche) errichtet wurden, die durch einen Tunnel miteinander verbunden sind. Das viergeschossige Hauptterminal wird von einen 68 Meter hohen Flughafen-Tower flankiert.
Derzeit ist „Eleftherios Venizelos“ für ein Aufkommen von jährlich 16 Millionen Passagieren ausgelegt, was etwa der Kapazität des neuen Flughafens in München entspricht. In einer zweiten Ausbaustufe kann die Kapazität auf 50 Millionen Passagiere erhöht werden - vergleichbar zu London-Heathrow, derzeit Europas größter Flughafen.
Die Passagiere erwartet modernste Technik: 6.000 Reisende pro Stunde können in Athen an 144 Schaltern „abgefertigt“ werden, stündlich sind etwa 65 Starts und Landungen geplant.
Noch nicht ganz perfekt ist allerdings die Verkehrsanbindung: Die 25 Kilometer zwischen der Athener Innenstadt und dem Flughafen sollten eigentlich in einer halben Stunde über eine neue sechsspurige Autobahn erreicht werden können. Derzeit dauert die Anreise aber aufgrund von Verzögerungen im Straßenbau noch eine Stunde.
Eine Luftaufnahme ist als weiteres Zoom-Bild hinterlegt (Quelle: Hochtief).
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