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26.02.2007
Gitternetzhülle
Museum für Möbel und Design in Neufchâteau
Das Pariser Architekturbüro LAN Architecture hat den Wettbewerb für ein Museum in Neufchâteau in Lothringen gewonnen. Das Budget für den Neubau beträgt 1.740.000 Euro, die Bruttogeschossfläche 1.225 Quadratmeter. Auftraggeberin ist die Stadt Neufchâteau.
Das Museum steht mitten auf einem großen Platz gegenüber einem historischen Hospiz. Hauptmerkmal des Gebäudes ist seine Durchlässigkeit für Blicke und Fußgänger; die Architekten schnitten Wege durch die Gebäudemasse, so dass sich die verschiedenen Funktionen des Museum wie Ausstellungshallen und Technikräume auf eigenständige Baukörper verteilen und für Fußgänger ein direkter Weg über den Platz zu den gegenüberliegenden Höfen des Hospizes möglich bleibt. Dem Stadtraum präsentiert sich der Bau dennoch als Quader mit einer flächendeckenden Fassade, denn der Bau und die „Schnittstellen“ sind durch eine Gitternetzstruktur aus Metall eingefasst.
Die Fassade besteht dadurch aus vier klar gegliederten Elementen: Gitter, Vitrinen, Durchgängen und geschlossenen Oberflächen. Ziel der Architekten war, das Gebäude als „durchlässiges Kommunikationsmedium“ aufzufassen und dem Fußgänger „von jedem Punkt des Platzes aus Zugang zu Informationen anzubieten.“
Erstaunlicherweise begründen die Architekten diese Perforierung der Fassade mit Screens, Schleiern, geschosshohen Öffnungen und anderweitigen Medienträgern mit einer Analyse der mittelalterlichen Altstadt von Neufchâteau. Die Stadt wurde von den Römern gegründet und der Stadtkern kann mit einer beachtlichen Zahl historischer Bauten der Gotik und Romanik aufwarten. Die Architekten versuchten, diesen Architekturcode „mit all seinen Feinheiten“ zu dechiffrieren, und daraus eine neue, eigene Architektursprache zu entwickeln.
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