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05.07.2006
Drei Fragen an…
Ingeborg Flagge über das Stille in der Architektur
1. Warum sollte man Architektur ausstellen?
Weil Architekten den Nutzern Architektur nicht erklären können. Weil sie in der Schule nicht gelehrt wird. Weil sie die schönste Sache für ein Museum ist und man dort begreiflich machen kann, woher sie kommt, warum sie so ist, wie sie ist, und welche Ziele sie hat.
2. Was werden wir in 50 Jahren an der Architektur vermissen?
Wahrscheinlich ein Interesse für das Alltägliche und ein Maß an Sensibilität, weil sich alles auf die Fassade konzentriert. Es wird Zeit, dass das Stille in der Architektur an Wert gewinnt.
3. Drei Argumente für Frankfurt am Main?
Eines: Die riesige Region mit Mainz, Wiesbaden und Darmstadt. Wenn es hier Kooperation gäbe und keinen politischen Kleinkrieg, könnte der Einfluss Frankfurts noch größer sein.
Ingeborg Flagge, ehemalige Direktorin des Deutschen Architektur Museums (DAM) in Frankfurt Lieblingshaus: Das Münchner Olympiastadion von Günter Behnisch. Ansonsten eine Architektur, die eine Kombination ist aus Barcelona-Pavillon und den Bauten von Luis Barragan.






