Architekt aus Übersee
Helmut Jahn stellt Hochhaus für Bremen vor
In Bremen baut die Siedentopf GmbH am Eingang des neu entstehenden Stadtteils Überseestadt einen „Weser-Tower“ nach Entwurf von Helmut Jahn aus Chicago. Am 11. Januar 2007 veröffentlichte das Unternehmen Entwürfe für das Bürogebäude, das mit 80 Meter Höhe das höchste Hochhaus Bremens werden soll.
Die 22 Obergeschosse haben eine Fläche von 18.000 Quadratmetern und damit Platz für 800 Arbeitsplätze. Zum Bauprojekt zählen auch ein neues Hotel, ein Varieté-Theater, Restaurants und weitere Bürogebäude. Der Neubau an der Weserpromenade soll 70 Millionen Euro kosten. Die Bauarbeiten beginnen im Mai 2007.
Hauptmieter sind Tochterunternehmen des örtlichen Energieversorgers EWE AG. Die Töchter der EWE AG übernehmen insgesamt 13 Geschosse des Hochhauses.
Eine Glasfassade bietet Rundumblicke auf das Hafenquartier und die gesamte Stadt. Eine „effiziente Gebäudegeometrie und moderne Haustechnik“ sollen für Büros von besonderer Qualität sorgen. Für den Neubau werden einige Hafenschuppen abgerissen.
Schade, dass man 1998 das Übersee-Hafenbecken zugeschüttet hat - das hätte in der Überseestadt noch ganz andere Möglichkeiten eröffnet...
schönen dank dafür !!! an die bremer politik geht ein ganz besonderer dank, für mitten ins gesicht lügen !
Von Steve Martin soll der Spruch stammen: "Über Musik zu sprechen ist wie über Architektur zu tanzen." Wenn die hiesigen Kommentatoren so über Musik tanzen, wie sie hier über Architektur sprechen, sei ihnen dringlich der Besuch einer Tanzschule empfohlen. Ganz nebenbei: Die Architektur von Jahns Hochhaus in der Bremer Überseestadt erweckt bei mir keinen Sturm der Begeisterung. Bemerkenswert jedoch ist das Signal, wird die Gesamtheit der "Jahn-Meldung" betrachtet: Bremen erfindet sich im Kern der Stadt komplett neu. Lebendige Innenentwicklung statt orientierungslose Gesichtslosigkeit peripherer Gewerbegebiete.