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10.09.2002

Mehr van der Rohe

Haus Heusgen in Krefeld restauriert


Die denkmalgrechte Sanierung des Haus Heusgen in Krefeld ist am 1. September 2002 abgeschlossen worden. Auch über die Urheberschaft besteht nun kein Zweifel mehr: Das denkmalgeschütze Gebäude am Talring 153 wurde 1932 von Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) entworfen und geplant, so die Einschätzung des Direktors des Berliner Bauhaus-Archivs, Christian Wolsdorff, und des Berliner Architekturhistorikers Jan Marun. Neben dem Haus Lange, dem Haus Esters und dem Verseidag-Gebäude sind also nun vier Mies-van-der-Rohe-Häuser in Krefeld bekannt.

Aufgrund der rigiden Veröffentlichungspolitik des Architekten und der Tatsache, dass eine Bauurkunde, die die Urheberschaft hätte belegen können, nicht mehr vorhanden ist, findet das Haus Heusgen in keiner einschlägigen Mies-Veröffentlichung Erwähnung. Obwohl es zu den exzeptionellen Gebäuden der klassischen Moderne gehört, wurde das Haus so aus der Architekturgeschichte verdrängt.
Die Wiederentdeckung des Werkes und seine denkmalgerechte Restaurierung ist dem Krefelder Architekten Karl Amendt zu verdanken. Amendt hatte das denkmalgeschütze Haus 1999 erworben und zur privaten Nutzung restauriert.

Mies van der Rohe hatte das Haus für die Familie des Seiden- und Krawattenfabrikanten Karl Heusgen geplant. Das Haus blieb bis zum Tode des Sohnes Manfred Heusgen 1999 im Besitz der Familie. Der zweigeschossige Bau in Hanglage ist in Stahlskelettbauweise konstruiert. Die dadurch ermöglichte freie Grundrissgestaltung nutzt der Architekt, um ein Gefüge von ineinander übergehenden Raumzonen im Wohnbereich zu entwickeln. Raumhohe Türen und die unterschiedliche Gestaltung der Fassaden mit ihren zum Teil in die Landschaft verlängerten Wandscheiben verstärken den Eindruck dieses Raumkontinuums.


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