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15.02.2008
Alte Baukunst, hochambitioniert
Fuksas baut am Markt in Mainz
Massimiliano Fuksas nahm nicht teil, da seinem Privatjet ein zu früher Slot am Frankfurter Flughafen zugeteilt worden war – und er somit schon wieder weg war, als der Projektleiter aus seinem Frankfurter Büro die Pläne für das Wohn-, Geschäfts- und Bürohaus am Markt in Mainz am 13. Februar 2008 öffentlich erläuterte. Der aus einem Gutachterverfahren hervorgegangene Entwurf ist bereits im Rohbau fertig gestellt.
Gegenüber dem Mainzer Dom entsteht ein fünf- bis sechsgeschossiger Gebäudekomplex mit hochwertigem, kleinteiligen Einzelhandel, einer Gastronomienutzung, gewerblichen Büroflächen im 1. OG und hochwertigen Wohnungen in den Geschossen 2 bis 5. Der Altbaubestand zum Markt hin wird weitgehend erhalten, so dass sich „die historisierende Bebauung mit hochambitionierter moderner Architektur verbindet“ (Fuksas).
Der Architekt erläutert weiter: „Der neue Gebäudekomplex bildet ein wichtiges Stadtgelenk und bietet durch die exponierte Lage zwei Hauptfassaden – eine bestehende ‚historische‘, dem Markt zugewandte, und eine neue, dem Rebstockplatz zugewandte. Beide dienen als Eingangsfassaden zum halbgeschlossenen Innenhof, einer witterungsgeschützten ‚Stadtpiazzetta‘.
Die historisierenden Fassaden und Dachformen in dem markseitigen Gebäudeteil bleiben erhalten, die übrigen Fassaden werden mit Ausnahme des Erdgeschosses mit einer Vorhangfassade aus weißen Terrakotta-Lamellen versehen. Die Dachfläche wird als fünfte Gebäudefassade betrachtet und ebenfalls mit Terracotta verkleidet.
Die Erdgeschossfassade wird als vollverglastes Schaufenster ausgebildet. Die übrigen Geschosse erhalten eine teilverglaste zweite Fassadenebene als Pfosten-/Riegel-Konstruktion mit öffenbaren Fenstern.
Die denkmalgeschützten Fassaden werden erhalten, ebenfalls die entsprechenden Dachformen. Das neue Dach nimmt starken Bezug auf den Bestand und hebt die Besonderheiten der Vielschichtigkeit alter Baukunst hervor.“
Die Quadratmeterpreise für die Wohnungen werden bei 12 bis 20 Euro liegen – „was Billiges ist das nicht“, so der Geschäftsführer der Wohnbau Mainz GmbH, die das Projekt realisiert.
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