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09.02.2001

Take Five

„Fünf Höfe“ in der Münchener Innenstadt eröffnet


Mit der Eröffnung des ersten Bauabschnitts am 8. Februar 2001 werden drei der „Fünf Höfe“, dem derzeit größten Münchener Innenstadtprojekt, in Betrieb genommen. Die Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron entwickelten das Konzept für das Quartier zwischen Theatiner-, Kardinal-Faulhaber-, Maffei- und Salvatorstraße, mit dem sie den dafür ausgeschriebenen Wettbewerb im Jahr 1997 gewonnen hatten.
Der historisch gewachsenen Struktur der Stadt entsprechend wurde das zu bebauende Quartier in sechs Häuser geteilt, die durch Höfe und Passagen miteinander verbunden werden. Die „Fünf Höfe“ sind somit eine zeitgemäße Umsetzung sowohl der Parzellenstruktur der Altstadt als auch der Großform der gegenüberliegenden Residenz mit ihren charakteristischen Innenhöfen. Mit diesem sensiblen Einfügen in das historische Umfeld setzten sich Herzog & de Meuron in der Konkurrenz gegen Mitbewerber wie Norman Foster, Giorgio Grassi, Dominique Perrault, Steven Holl und Francis Soler durch.
Mit der Gestaltung der einzelnen Häuser sollten auch andere Architekturbüros beauftragt werden. Neben den von Herzog & de Meuron entworfenen Gebäuden der HypoVereinsbank, der Kunsthalle und einem Wohn- und Geschäftshaus werden das „Saalgebäude“ von Hilmer & Sattler (München), das „Gablerhaus“ von Kollhoff & Timmermann (Berlin) sowie ein weiteres Wohn- und Geschäftshaus von OMA (Rotterdam) bearbeitet.
Die Gebäudevolumen legen sich dabei wie eine Füllmasse um die in den Block geschnittenen Höfe und Innenräume. Die Wege durch das Areal werden von Osten nach Westen durch den Perusahof und die Prannerpassage, von Norden nach Süden durch den Viscardihof, die Salvatorpassage sowie den Maffeihof gegliedert.
Mit dem Bau der Kunsthalle in der Theatinerstraße haben Herzog & de Meuron einmal mehr einen überraschenden Einsatz von Materialien gezeigt. Eine vorgelagerte Metallkonstruktion dient der dahinter liegenden Glasfassade als Sonnenschutz: bewegliche gelochten Metallelemente evozieren das Bild einer textilen Oberfläche, die an Gottfried Sempers Definition von "Wand" als „Gewand“ erinnert. Das Licht wird förmlich gesiebt und steigert die sinnliche Wahrnehmung des Tageslichts im Innern. Mittels eines metallenen Rostes wird auch das Licht in der Salvatorpassage gefiltert.
Die Salvatorpassage mit einer Länge von 90 Metern fungiert als Bindeglied der restlichen Höfe und ist damit das funktionales Herzstück des Quartiers. Die Wände der 14 Meter hohen Passage sind vollständig mit Glas verkleidet. Unter den Gitterrost der Decke werden Schlingpflanzen aufgehängt, die so eine Art „hängenden Garten” bilden. Das grünliche Schimmern der Glaswände wird damit ergänzt durch eine Kaskade von grünem Licht durch die Pflanzen.

Ein Lageplan, eine Ansicht der Kunsthalle und ein Innenraumfoto der Salvatorpassage sind als Zoom-Bilder hinterlegt (Quelle: HypoVereinsbank, München).


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