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29.01.2008
Sehnsucht nach Ethik und Ästhetik
Erste McLuhan-Lecture in Berlin
Den kanadische Medienwissenschaftler und Autor Marshall McLuhan ist vielleicht nur Insidern bekannt, doch sein Satz „Das Medium ist die Botschaft“ ist wohl weltberühmt.
Inwiefern zeitgenössische Architektur ein Medium mit einer Botschaft ist – dieser Fragestellung will sich der kanadische Architekt und Kunstwissenschaftler Alberto Pérez-Gómez mit dem englischsprachigen Vortrag „Architectural Longing after Ethics and Aesthetics“ in der kanadischen Botschaft in Berlin am 31. Januar 2008 annähern.
Pérez-Gómez untersucht die Schnittstellen von Ethik und Poetik in Architekturgeschichte und -philosophie und eröffnet mit seinem Beitrag die neue Vortragsreihe „transmediale Marshall McLuhan-Lecture“ mit Persönlichkeiten der kanadischen Kulturszene im Rahmen der Transmediale, die am 29. Januar 2008 beginnt.
„Pérez-Gómez widmet sich der Verbindung zwischen Schönheit und Recht, Ethik und Poetik als Grundlage eines kulturellen und gesellschaftlichen Verständnisses. Eine Reflexion derartiger medialer Strukturen ist umso dringlicher, wenn man die Komplexität bedenkt, mit der jegliches politisches Milieu untrennbar in die Umwelt einer digitalen Funktionsarchitektur eingebettet ist. Es ist daher notwendig, dem nicht selten unkritischen Umgang mit Informationstechnologien ein medienkritisches, an kulturellen Werten orientiertes Denken entgegenzusetzen (O-Ton Veranstalter).“
Um das Anliegen von Pérez-Gómez etwas klarer zu machen, möchten wir den Einleitungssatz seines 2006 veröffentlichten Buches „Built Upon Love: Architectural Longing after Ethics and Aesthetics“ zitieren: „It is perhaps obvious that human desire has shaped the built environment, sometimes in ways that today we may judge as unsuitable for the common good.“ Na bitte, es geht doch!
Vortrag: 31. Januar, 19 Uhr
Ort: Canada Room, Kanadische Botschaft, Leipziger Platz, Berlin-Mitte
Zum Thema:
www.marshallmcluhan.com
www.mcluhan-salon.de
www.transmediale.de






