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13.05.2008

Paradoxien des Öffentlichen

Eröffnung und Preisverleihung in Duisburg




„Paradoxien des Öffentlichen“ ist eines der ersten offiziellen Kulturhauptstadtprojekte, das die künstlerische Bespielung von öffentlichen Räumen durch künstlerische Aktionen und Installationen fördert. In einem internationalen Wettbewerb waren Künstler 2007 aufgerufen worden, Arbeiten für Straßen und Autobahnen, für die „durch Konsum geprägten Innenstädte und für die neuartigen immateriellen Räume, die vor allem durch die Mobiltelefonie entstehen, zu entwerfen“. Insgesamt haben 355 Künstler und Künstlerinnen aus 20 Ländern, darunter Australien, USA, Kanada, Singapur, Argentinien, Brasilien, den Philippinen, Marokko sowie aus ganz Europa – Italien, Spanien, Portugal, England, Belgien, Frankreich, Niederlande, Litauen, Österreich, Schweiz, Finnland und Kroatien – ihre Arbeiten zum Wettbewerb eingereicht, der erstmals von der Stadt Duisburg und der Duisburg Marketing GmbH unter Mitwirkung der Kulturhauptstadt RUHR.2010 ausgeschrieben worden ist.




Den ersten Preis und 5.000 Euro haben Felix Lüdicke und Korbinian Lechner (Wien/München) erhalten, die ihre Arbeit „Kaiserberg“ direkt am Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg realisieren: 500 orangefarbene Liegestühle, auf denen typische Urlaubsziele der Menschen aus dem Ruhrgebiet zu lesen sind, verwandeln eine Freifläche so in einen „Ort der Wünsche“.

Einen zweiten Preis und 3.000 Euro erhält die Schweizer Gruppe Ile Flottante / Nica Giuliani und Andrea Gsell. Sie werden ihre Arbeit „expansion sonore“ in der Duisburger Innenstadt installieren: Skulpturale, kristallin wirkende Objekte schmiegen sich an die Fassaden von Gebäuden. Sie sind die Schnittstellen, über die Geschichten aus den Innenwelten der Gebäude nach außen dringen: Passanten können mit Hilfe ihrer Handys Hörstücke aktivieren und so die Häuser zum Sprechen bringen.

Dazu wurden drei dritte Preise (je 2.500 Euro) vergeben: Karin Lingnau und Martin Hesselmeier (Köln) zeigen ihre kinetische Licht-Klanginstallation „SARoskop“, die Besucher mit Hilfe ihrer Handys in Schwingungen versetzen können, im Wilhelm Lehmbruck Museum. Ulrich Genth und Heike Mutter realisieren ihre interaktive Raumskulptur „Für eine Ökonomie des Tauschens“ in der Shopping Mall des Duisburger CityPalais: Eine wachsende Skulptur entsteht aus persönlichen Gegenständen, die Passanten im Verlauf der Duisburger Akzente gegen Kunstwerke eintauschen können. Birte Hennig erhält einen weiteren dritten Preis für ihre Arbeit „Was hier wohl mal reinkommt?“, die leerstehende Ladenlokale in deutschen Innenstädten fotografisch festhält.

Die Preisträgerarbeiten des Wettbewerbs, fünf Hauptpreise und 12 lobende Erwähnungen, werden in der Ausstellung dokumentiert und vier der Arbeiten im Museum und im öffentlichen Raum realisiert.

Ausstellungseröffnung und Preisverleihung: 17. Mai, 14 Uhr, im Wilhelm Lehmbruck Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 40, 47049 Duisburg

Ausstellung im öffentlichen Raum der Stadt Duisburg und Umgebung, Dokumentation aller 17 Preisträgerarbeiten im Wilhelm Lehmbruck Museum bis 8. Juni 2008.



Zum Thema:

Internetseite des Wettbewerbs .


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 Felix Lüdicke / Korbinian Lechner, 1. Preis

Felix Lüdicke / Korbinian Lechner, 1. Preis

 Felix Lüdicke / Korbinian Lechner, 1. Preis

Felix Lüdicke / Korbinian Lechner, 1. Preis

 île flottante: Nica Giuliani & Andrea Gsell

île flottante: Nica Giuliani & Andrea Gsell

 île flottante: Nica Giuliani & Andrea Gsell

île flottante: Nica Giuliani & Andrea Gsell

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