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09.12.2005
Kuben und Riegel
Diözesanbibliothek Münster von Dudler eingeweiht
Am 9. Dezember 2005 hat in Münster Bischof Reinhard Lettmann den Neubau der dortigen Diözesanbibliothek eingeweiht. Der aus einem Wettbewerb im Jahre 2002 (siehe BauNetz-Meldung vom 8. 8. 2002) hervorgegangene Entwurf stammt von dem in Berlin, Frankfurt und Zürich ansässigen Schweizer Architekten Max Dudler.
Der realisierte Entwurf für die theologische Spezialbiliothek reagiert auf die städtebauliche Situation der „Diözesaninsel“ im Kuhviertel an der Überwasserkirche. Dudler stärkt vorhandene städtebauliche Figuren und setzt Neubauten und Bestand in eine streng orthogonale Ordnung, die im Kontrast zum Gewirr der umliegenden Altstadtgassen liegt. Hier sieht der Architekt eine Parallele zum romanischen Dombezirk in Pisa.
Dudlers Entwurf besteht aus zwei Verwaltungskuben und einem 70 Meter langen Riegel für die Bibliothek. Alle drei Neubauten sind mit „transluzidem“ (Dudler) Naturstein verkleidet und mit einem völlig gleichmäßigen Raster aus hochformatigen Lochfenstern überzogen, was den Bauten eine Anmutung der Ruhe, aber womöglich auch der Langeweile verschafft.
Im Bibliotheksriegel liegen unten der Katalogbereich und eine „Santini-Sammlung“ alter Kirchenmusik mit Ausstellungsraum und Lesesaal. In den Obergeschossen ist ein dreigeschossiger Lesesaal mit 40 Arbeitsplätzen eingerichtet worden. Die Bibliothek bietet insgesamt Platz für eine Million Bücher.






