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13.03.2008

Grundgesetz 49

Dani-Karavan-Ausstellung in Berlin


Der 1930 in Tel Aviv geborene israelische Künstler Dani Karavan macht Stadt- und Landschaftsräume auf neue Weisen erfahrbar. Er entwickelt mit seinen komplexen Zeichensetzungen vielfältige gesellschaftliche, historische und politische Bezüge, die dem Betrachter durch eine ungewohnte und ästhetisch höchst verdichtete Gestaltgebung bewusst werden. Seine Philosophie: „Alles, was die Menschen wissen, geht auf die Natur zurück. Alle Formen, ob verborgen oder offen, finden sich in der Natur. Selbst Dinge, die nur in der Imagination oder im Unbewussten existieren, entstammen der Natur.“

In Europa kennt man vor allem seine Walter Benjamin gewidmete Arbeit „Passages“ (1990–1994) in Portbou an der spanisch-französischen Grenze, wo sich Benjamin auf der Flucht vor den Nazis 1940 das Leben nahm: Der Besucher schreitet eine schmale Treppe herab, die in das felsige Hochufer eingelassen ist und scheinbar im Nichts endet. Der Blick, durch eine eingelassene Glasscheibe mit einem Ausspruch von Benjamin leicht verfremdet, ist auf das sich verändernde Meer gerichtet, das unmittelbar bewegtes Leben und endlose, ewige Weite gleichermaßen verkörpert. Die Realität wird zum Ort der Meditation.

Erstmals ist dem international tätigen israelischen Künstler Dani Karavan eine große Retrospektive in Deutschland gewidmet, die in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin entstand und zuvor in Tel Aviv zu sehen war. Am 13. März 2008 wird „Dani Karavan – Retrospektive“ im Berliner Martin-Gropius-Bau eröffnet.

In Deutschland nahm Karavan an der documenta 6 im Jahr 1977 teil. Zu seinen in Deutschland realisierten Werken gehören „Ma’alot“ in Köln (1979–1986), die „Straße der Menschenrechte“ (Way of Human Rights) in Nürnberg (1989–1993), „Mimaamakim“ in Gelsenkirchen (1997) und „Grundgesetz 49“ in Berlin am Jakob-Kaiser-Haus (2002).

Eröffnung „Dani Karavan – Retrospektive“ am 13. März 2008
Ausstellung: 14. März bis 1. Juni 2008
Ort: Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße, Berlin-Mitte


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„Passages“, Portbou, Frankreich

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Straße der Menschenrechte, Nürnberg

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Garten der Erinnerungen, Duisburg

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Dani Karavan und „Grundgesetz 49“ am Jakob-Kaiser-Haus, Berlin-Mitte

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