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29.09.2008
Überdimensionale Schleife
Dänischer Pavillon für Expo 2010 vorgestellt
Von oben erinnert die Form des dänischen Pavillons für die Expo 2010 in Shanghai an eine überdimensionale Schleife, von der Seite an eine umgedrehte Schnecke, vielleicht ist es auch ein halber Knoten – seit kurzem steht fest, dass der Entwurf des Kopenhagener Büros Bjarke Ingels Group (BIG) den Wettbewerb für sich entschieden hat und nun in dieser kurvigen Form bis 2010 in Shanghai gebaut werden soll.
Der Pavillon, den BIG in Zusammenarbeit mit Arup und 2+1 entworfen haben, ist als eine monolithische, selbsttragende Struktur aus weißlackiertem Stahl konstruiert. Eine Doppelfassade trennt den inneren, geschlossenen Bereich von den außen liegenden Ausstellungsflächen. Auf der äußeren Fassade aus perforiertem Stahl ist die Silhouette eine danischen Stadt abgebildet. Der dänische Pavillon soll aber nicht nur dänische Urbanität imitieren, sondern auch möglichst real erfahrbar machen.
Im Pavillon sollen die Besucher der Expo interaktiv werden: in den Kurven der Schleife werden 1.500 Fahrräder zur Benutzung bereitstehen. Das Fahrrad steht hier symbolisch für einen modernen und zugleich nachhaltigen urbanen Lebenstil.
Im Zentrum der Schleife soll ein großer Swimming Pool mit frischem Wasser aus dem Kopenhagener Hafen stehen, in dem die Besucher natürlich auch schwimmen können. In der Mitte des Pools und damit auch in der Mitte des gesamten Pavillons soll die „Kleine Meerjungfrau“ sitzen: Die Touristenattraktion zu Ehren des dänischen Dichters Hans Christian Andersen wird für sechs Monate nach China exportiert. Laut Bjarke Ingels sei es wesentlich wirtschaftlicher und einfacher, die „Kleine Meerjungfrau“ nach China reisen zu lassen, als 1,3 Milliarden Chinesen nach Kopenhagen zu bewegen. Ihr leerer Platz im Kopenhagener Hafen ist für eine Live-Übertragung aus Shanghai reserviert.
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