- Mehr von BauNetz:
- Baunetz Wissen
- Designlines
- Produktsuche
- Weitere Angebote:
- Filme BauNetzTV
- Orgatec Special
Sie lieben Architektur?
Wir auch. Deshalb berichten wir täglich darüber. Und stellen von Architektenprofilen bis zu Wettbewerbsinformationen alles ins Netz, was für Architekten und Planer interessant und nützlich ist.
Für Ihre tägliche Dosis BauNetz abonnieren Sie am besten unseren Newsletter. Wenn Sie darüber hinaus über Veranstaltungen in Ihrer Nähe informiert werden möchten, melden Sie sich bitte hier an.
Anregungen oder Fragen senden Sie bitte per Mail an unseren Kundenservice. Oder rufen Sie uns an unter 030 / 887 26-300.
27.02.2001
Ein Prozess ständiger Veränderung
Coop Himmelb(l)au gewinnen Museumswettbewerb in Lyon
Am 27. Februar 2001 wurde bekannt, dass Coop Himmelb(l)au den durch das „Département du Rhône“ ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb „Musée des Confluences“ in Lyon gewonnen haben. Die Jury unter Vorsitz von Michel Mercier entschied sich für das Projekt des Wiener Architekturbüros und damit gegen sechs weitere Teilnehmer - unter ihnen Jaques Ferrier, Felice Fanuele + Peter Eisenman und Steven Holl. Gegenstand des Wettbewerbes war der Entwurf für ein „Science-Museum“ mit den zentralen Referenzthemen Technik, Biologie und Ethik. Ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Informationsgesellschaft soll es aktuelle Wissensinhalte für eine breite Öffentlichkeit in einem Prozess der ständigen Veränderung erlebbar machen.
Das Museum mit einer Nettogeschossfläche von 24.600 Quadratmetern wird an prominenter Stelle entstehen, direkt am Zusammenfluss von Rhône und Saône, am Rand eines ehemaligen Industriegeländes in Umstrukturierung. Ab 2005 sollen hier jährlich ca. 500.000 Besucher ein- und ausgehen.
Für die Wiener Architekten stellt das Areal ein großes städtebauliches Potenzial dar. Das Museum soll nach ihren Wünschen „Auslöser der urbanen Entwicklungen im 21. Jahrhundert“ sein. Ihnen schwebt ein Museum vor, das die direkte und aktive Benutzung stimuliert und ein Treffpunkt in der Stadt werden kann. Im Inneren des Hauses soll die Sequenz der Austellungsräume immer wieder durch Räume zum Ausruhen unterbrochen werden. Diese alternierende räumliche Struktur einer „Wolke" zwingt den Besucher nicht zur permanenten Aufmerksamkeit und soll Alternativen zum üblichen Museumsbenehmen bieten: Sitzend und liegend „eher zerstreut wahrzunehmen“, anstatt „aufrecht stehen und bewusst wahrzunehmen“. Auch die Öffnung des Museums in den Stadtraum und die unmittelbare Umgebung des Museums wird thematisiert.
Die Außenhülle der „Wolke“ ist im Wesentlichen geschlossen und in eine schimmernde, metallene Haut gehüllt, welche durch ihr visuelles Gewicht die Dramatik der schwebenden Wolke verstärken soll.
Eine weitere Simulation, ein Lageplan, sowie ein Blick auf das Modell von Nord-Ost und Osten sind als weitere Zoom-Bilder hinterlegt. (Quelle: Conseil General du Rhône / Coop Himmelb(l)au)
Kommentare:
Meldung kommentieren







