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30.06.2008
Poing, Poing!
Baubetriebshof bei München fertiggestellt
Poing, im Münchner Osten gelegen, macht momentan eine rasante Entwicklung durch. Das liegt vor allem daran, dass das ehemals kleine Dorf im S-Bahn-Bereich von München liegt und daher ein Neubaugebiet nach dem anderen entsteht.
Am 14. Juni 2008 wurde nun der Baubetriebshof von Poing eingeweiht, der bisher auf mehrere Standorte im Gemeindegebiet verteilt war. Im Juli 2005 hatte das Büro von Allmann Sattler Wappner (München) den ersten Preis im Realisierungswettbewerb gewonnen. In dem Neubau sind sämtliche Werkstätten, die Fahrzeug-Einstellhalle, Lagerflächen, Verwaltungs- und Sozialräume untergebracht.
Das Gebäudeensemble befindet sich auf einer ehemaligen Landwirtschaftsfläche. Beide Hauptgebäude sind von Asphaltflächen umgeben, die im Norden, Osten und partiell im Süden von einer Hainbuchenhecke eingefasst wird. Die übrigen Seiten werden durch eine „Betonspange“ aus Sichtbeton begrenzt, die zudem die Hauptzufahrt auf das Gelände markiert. Der Raum zwischen den beiden Gebäuden mit den gegenüberliegenden Werkstatttoren wirkt so wie ein Hofraum.
Die zweigeschossigen Gebäude sind in Stahlbetonskelett- und Massivbauweise ausgeführt. In den Werkstatträumen wurden die Stahlbetonwände und -decken als Sichtbeton belassen. Die Stahlbetonkonstruktion wird von einer lichtdurchlässigen, wärmedämmenden Fassade aus Polycarbonat-Doppelstegplatten bedeckt. Sie bleibt damit hinter der transparenten Fassade sichtbar. Die von außen sichtbare Unterkonstruktion der Fassade wurde mit horizontal angeordneten Kanthölzern aus Brettschichtholz ausgeführt.
In den Werkstattbereichen im Erdgeschoss übernimmt die Polycarbonatfassade die thermische Trennung zum Außenraum. Da es darüber hinaus keine Wärmedämmung gibt, werden die Werkstätten entlang der gesamten Fassadenfläche von Außenlicht erhellt. Die verglasten Fenstertüren mit der klaren Durchsicht nach außen bilden dazu einen deutlichen Kontrast.
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