Schlanker und transparenter
Baubeginn in Hamburg
Zwar hat der viel zitierte Zahn der Zeit sichtbar Spuren an der 60er-Jahre-Fassade des Bürohauses „Neuer Wall 2-6“ in Hamburg hinterlassen – eine Untersuchung der Bausubstanz ergab jedoch, dass das Eckhaus nicht gänzlich abgerissen werden muss. Für die vollständige Modernisierung wurde nun der Startschuß gegeben, mit den Planungen dieser „Rundum-Verjüngungskur“ wurden Pawlik.Stern Architekten (Hamburg) beauftragt. Das Gebäude bietet insgesamt 2.200 Quadratmeter Nutzfläche für zwei Läden im Erdgeschoss und Büros in den oberen Stockwerken.
Für den Entwurf zum Umbau gibt es zwei gestalterische Leitlinien: Zum einen wollen die Architekten die „schlanke Gebäudeform“ betonen. Dazu erhält das Bürohaus eine komplett neue, hinterlüftete Fassade aus hellem Kalkstein mit hochkant stehenden Fenstertüren und einen neuen, zweigeschossigen Dachaufbau mit Mansarden. Zum zweiten soll der Ausblick aus dem Gebäude, unter anderem Richtung Binnenalster, thematisiert werden. Dazu werden die Brüstungen vor den fast raumhohen Fenstertüren aus Verbundsicherheitsglas bestehen, zusätzlich werden alle Heizkörper durch Konvektoren ersetzt. Der Ausblick durch die neuen Fenster bleibt so gänzlich unverstellt. Für den Sonnenschutz sollen „dezent farbige Lamellen“ sorgen.
„Wir haben Gestaltungsmerkmale der benachbarten, sehr viel älteren Gebäude aufgegriffen, so dass das Ensemble an Hamburgs guter Stube insgesamt viel harmonischer wirkt als bisher“, so Architekt Marco Pawlik. Das Gebäude soll bis 2009 fertig gestellt sein.
Der gewöhnliche Bürger ist mittlerweile schon sehr genügsam geworden. Sind um jeden Neubau, der nicht gleich einer Körperverletzung der Stadt gleichkommt sehr, sehr dankbar geworden.
Persönliche Angriffe wie 3 zu 1 sind völlig unangebracht, denn man muß auch andere Meinungen akzeptieren; das kann man ebenfalls üben !
Wir brauchen keine Import-Plastik-Pseudo-Modern-Architektur, sondern Häuser die wie selbstverständlich Hamburg sind und Hamburg erweitern.