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10.03.2006
Luft-Architektur
Ausstellung in Wien über Yves Klein
Am Dienstag, 14. März 2006 wird im Wiener Museum für Angewandte Kunst (MAK) eine Ausstellung über den Künstler Yves Klein eröffnet. Sie trägt den Titel „Air Architecture - Visionärer Lebensraum der Zukunft“.
Das MAK führt wie folgt in die Ausstellung ein: „'Air Architecture' stellt erstmals das von Klein entwickelte Konzept einer immateriellen Architektur aus ephemeren Baustoffen wie Luft, Feuer und Wasser in den Mittelpunkt einer Ausstellung.
Mit seinen Visionen strebte Klein (1928–1962) die Befreiung vom Materiellen an. Anhand von Zeichnungen, Texten und Fotografien aus dem Yves-Klein-Archiv in Paris gibt die Ausstellung, die 2004 im MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles zu sehen war, einen Einblick in diesen Aspekt seines Œuvres.
Mit der Arbeit an einer immateriellen Architektur begann Klein 1957, als er unter der Leitung von Werner Ruhnau den Auftrag erhielt, die Wände im Foyer des Musiktheaters im Revier (MiR) in Gelsenkirchen zu gestalten. Ab 1959 entwarf Klein mit dem Architekten Claude Parent Air-Architecture-Zeichnungen.
Die Stadt der Zukunft sollte von einem Luftdach überspannt sein, das für eine permanente Zirkulation der Luft sorgen und Schutz vor Sonne und Regen bieten sollte. Mittels Druckluft sollten durchsichtige Wände, Dächer und sogar Möbel entstehen. Einrichtungen wie Küchen, Bäder und Lagerräume wollte er in Tiefgeschossen unterbringen.
Inspiriert von der Vorstellung der uneingeschränkten Beherrschung von Energieressourcen schuf Klein Architekturprojekte, die im krassen Gegensatz zu dem standen, was in neuen französischen Vorstädten gebaut wurde.“
Ort: MAK-Galerie, Stubenring 5 in Wien, bis 24. September 2006, Di 10–24 Uhr, Mi–So 10-18 Uhr.
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Ausstellung „Monochrom und Feuer”, Museum Haus Lange, Krefeld, 1961, Feuersäule und Feuerwand im Museumsgarten, © Charles Wilp

Ausstellung „Monochrom und Feuer”, Museum Haus Lange, Krefeld, 1961, © Charles Wilp

Yves Klein und Werner Ruhnau führen „Air Architecture“-Experimente in der Küppersbusch-Fabrik durch, Gelsenkirchen, Oktober 1958, © Charles Wilp






