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09.01.2008
Der moderate Funktionalist
Ausstellung im Bauhaus Dessau über Franz Ehrlich
Sollte man eine Liste bekannter Architekten der DDR anfertigen, würden einem wahrscheinlich sofort Namen wie Hermann Henselmann und Ulrich Müther einfallen. Franz Ehrlich wäre wohl nicht unter den ersten.
Zu dessen hunderstem Geburtstag widmet jetzt jedoch das Bauhaus in Dessau dem Bauhausschüler und maßgeblichem Architekten und Gestalter der DDR ab dem 18. Januar 2008 eine Ausstellung. Gezeigt werden hier neben Arbeiten aus seiner Bauhauszeit Entwürfe und Fotografien verschiedener Projekte, wie dem Rundfunkgebäude der DDR in der Nalepastraße in Berlin-Köpenick (1951-1956) sowie der Handelspolitischen Vertretung der DDR in Brüssel, heute Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der EU.
Darüber hinaus werden städtebauliche Planungen sowie Möbel, wie die Serie 602 aus dem VEB Deutsche Werkstätten Hellerau gezeigt. Eine Sonderstellung nehmen die Möbel- und Architekturentwürfe aus Buchenwald ein, wo Ehrlich zwischen 1937 und 1939 als Häftling einsaß und als Architekt in die Bauleitung des KZ verpflichtet wurde. Nach dem zweiten Weltkrieg knüpfte Ehrlich in der DDR als Architekt, Städteplaner, Messegestalter und Möbelbauer an die gestalterischen Traditionen der Moderne an. Von 1968 bis 1975 arbeitet er als Hausarchitekt der Deutschen Werkstätten Hellerau.
Franz Ehrlich starb 1984 in Bernburg/Saale. Alle Objekte der Ausstellung stammen aus seinem Nachlass, der sich im Besitz der Stiftung Bauhaus Dessau befindet.
Ausstellung: 18. Januar bis 9. März 2008, Di-So 10-17 Uhr
Eröffnung: 17. Januar 2008, 19 Uhr
Ort: Meisterhaus Schlemmer, Ebertallee 67, Dessau
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