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26.06.2009
Kämpfende Truppe
gmp haben Kaserne in Ingolstadt umgebaut
Landauf, landab werden Militär- und Kasernengebäude entwidmet, abgerissen oder umgenutzt. Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Abzug der Alliierten bzw. der Sowjetarmee sind viele dieser Anlagen nicht mehr erforderlich. So wurde zum Beispiel die Insel Sylt, auf der zwei große Backsteinkasernen aus der Nazizeit die Ortsbilder von List und Hörnum prägten, inzwischen zur komplett militärfreien Zone. Ganz anders dagegen in Ingolstadt: Hier wurde am 23. Juni mit hohem militärischen Tamtam die „Pionierkaserne auf der Schanz“ eingeweiht. Die Planungen stammen von v. Gerkan, Marg und Partner (gmp).
Die Architekten erläutern: „Den Mittelpunkt der Gesamtanlage bildet die Identität stiftende Hauptachse. Ein künstlicher Wasserlauf als Symbol für die Arbeit der Pioniere führt von dem Bereich der Lehre und Ausbildung (Pionierschule) zu dem der „kämpfenden Truppe“ (Gebirgspionierbataillon). Die Endpunkte der von einer Platanenallee gefassten zentralen Achse bilden das Lehrsaalgebäude im Westen und der weiträumige Grundausbildungsplatz mit dem Sporthallenkomplex im Osten.
Die Architektursprache ist zurückhaltend und unprätentiös: Die beiden Hauptgebäude sind mit einer ruhig gegliederten Fassade aus anthrazitfarbenen Faserzementplatten bekleidet.
Dem Lehrsaalgebäude kommt eine besondere Bedeutung zu. Mit seiner Aula in der verglasten Eingangshalle bietet es eine Multifunktionsfläche für besondere Veranstaltungen. Die beiden flankierenden Lehrsaalriegel fassen den Außenbereich zu zwei dreiseitig umschlossenen Höfen und bilden so ein angemessenes Entree.
Auch die anderen Neubauten – wie das Ausbildungszentrum, die zentrale Waffenkammer und die Wache – werden in ihrer architektonischen Aussage durch die räumliche Ausbildung und ihre Gliederung bestimmt. Gemeinsam ist ihnen allen die kubische Gebäudeform mit Flachdachabschluss. Helle Putzfassaden mit zu horizontalen Bändern zusammengefassten Fensterelementen dominieren hier, wie auch an den gestalterisch komplett überarbeiteten Bestandsgebäuden aus den 50er und 60er Jahren.“
Zu den Architektenprofilen:
gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner
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