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22.12.2005
Preußischer Westfale
Zum Tod von Jörn-Peter Schmidt-Thomsen
Der Architekt und Präsident der Architektenkammer Berlin Jörn-Peter Schmidt-Thomsen ist am 19. Dezember 2005 gestorben. Das meldet der Vorstand der Architektenkammer Berlin am 22. Dezember 2005.
1936 in Detmold geboren, studierte, promovierte und habilitierte Schmidt-Thomsen an der TU Berlin. Stipendien führten ihn in die USA, nach Indien und Sri Lanka. Von 1972 bis 2001 war er Professor an der TU Berlin, zeitweise auch Dekan der Architektur-Fakultät. Zusätzlich nahm Schmidt-Thomsen Gastprofessuren an der Ball State University/Indiana, der Tongji-Universität in Schanghai und der Ki-Song-Koo Universität in Seoul wahr.
Gemeinsam mit seiner Frau Helga gründete er 1966 ein Architekturbüro (seit 1992 in Partnerschaft mit Paul Ziegert). Schwerpunkte des Büros waren Schulbau, Kindertagesstätten und Sozial-, Wohnungs- und Städtebau. Eines der letzten großen Werke war der Hörfunkkomplex des ORB in Potsdam-Babelsberg.
Schmidt-Thomsen hat sich zeitlebens für das Wettbewerbswesen engagiert, als Preisrichter und Gutachter und als Präsident der Architektenkammer, dessen Amt er seit April 2002 innehatte.
Seine „Fähigkeit zum Ausgleich, sein berufspolitisches Engagement, seine Zielstrebigkeit und Begeisterung für qualitätvoll Gebautes“ zeichneten ihn aus. ”Er selbst hat sich gerne als ein preußischer Westfale gesehen, ergänzt werden muss: Einer, der nahbar war“ (Pressemitteilung der Kammer).
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