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15.08.2016

Akademie in Polycarbonat

Würth-Kubus von Allmann Sattler Wappner


Mit 19 Jahren erbte Reinhold Würth die Schraubenhandlung seines Vaters und zog daraufhin „mit dem Handkarren durch Schneematsch und Trümmer“, um „das Wirtschaftswunder mit Material zu versorgen“, erklärt die Financial Times Deutschland. Bereits in den Sechzigern konnte Würth sich eine Kunstsammlung leisten, heute gilt das Familienunternehmen als eines der größten Deutschlands. Die Bauten der Würth-Gruppe in ihrer Vielfalt spiegeln laut Unternehmensphilsophie die „strikte Dezentralität“ und „rasante Betriebsentwicklung“ wider. Der Würth Campus am Stammsitz in Gaisbach-Künzelsau wurde kürzlich durch einen Neubau von Allmann Sattler Wappner Architekten (München) ergänzt.

Die prominente Positionierung des Baukörpers an der B19 hatten die Architekten bereits in ihrer Masterplanstudie festgelegt, die 2010 den entsprechenden Wettbewerb gewonnen hatte. Der „transparente Polycarbonatvorhang“ der Fassade soll „in seiner Fügung und Varianz in der Erscheinung als referenzieller Würth-Botschafter in der Komposition von Halbzeugen“ fungieren. Die Shop-Front im Erdgeschoss gestalteten die Architekten zurückgesetzt und verglast als „Adresse des Hauses“. Auch die Fassade zum Innenhof ist bodentief verglast und gibt den Blick auf Einrichtungselemente in der Unternehmensfarbe Rot frei – sie gilt als verbindendes Element der unterschiedlichen Würth-Bauten in aller Welt.

Auf dem Gelände in Künzelsau befindet sich auch das postmoderne Museum Würth der Stuttgarter Architekten Müller-Djordjevic von 1991, das wechselnde Ausstellungen aus der Kunstsammlung des Unternehmers zeigt. So kann sich auch die Öffentlichkeit an den Werken erfreuen. Mitarbeiter genießen offenbar das Privileg, Bilder in der firmeneigenen Artothek ausleihen zu können. Im benachbarten Schwäbisch Hall steht zudem Henning Larsens Kunsthalle Würth und die Fertigstellung des Carmen Würth Forums mit Konzerthalle von David Chipperfield Architects in Künzelsau wird 2017 erwartet.

Der Kubus von Allmann Sattler Wappner beinhaltet neben Abhol- und Mitarbeitershops, Showroom und Betriebskantine auch Räumlichkeiten für die Würth Akademie. Sie versteht sich als „Innovationstreiber und Lernbegleiter in der Qualifizierung jedes Einzelnen“ und bietet Seminare für Kunden und Mitarbeiter an. Mit dem identitätsstiftenden Neubau sollen „die logistischen Voraussetzungen für das weitere Wachstum des Unternehmens“ geschaffen werden. (dd)



Fotos: Brigida González


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Zu den Architektenprofilen:

Allmann Sattler Wappner . Architekten


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