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08.08.2017

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Komfort in der Burg

Wohnhochhäuser in Guadalajara von Luis Aldrete


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Bisher sind Mexikos Städte weniger für ihre Hochhäuser bekannt als vielmehr für einen schier endlosen Teppich aus flachen Wohnhäusern, der sich über die meist hügelige grüne Landschaft erstreckt. Ebenso wie die Metropolregion der Hauptstadt breitet sich auch die Region um Guadalajara, die Stadt mit der zweithöchsten Bevölkerungsdichte des Landes, in die Horizontale aus. Noch. Guadalajara gilt als Silicon Valley Mexikos, und wo es wirtschaftlich vorangeht, wird auch Wohnraum benötigt. Die drei neuen Wohntürme des Architekten Luis Aldrete (Guadalajara) stehen für diese Entwicklung.

Auch wenn sich die Architekten zum Ziel gesetzt hatten, mit der Positionierung der Baukörper um einen halb geschlossenen Innenhof die negativen Auswirkungen auf den Ort zu minimieren, wirkt das Ensemble mit bis zu 17 Geschossen im Vergleich zu seiner Umgebung wie eine Burg. Um den Neubau herum sollte möglichst viel Vegetation erhalten bleiben, außerdem rückte man ihn von der Straße ab. Der gepflegte Garten mit zwei Schwimmbecken grenzt sich durch eine Mauer von der tieferliegenden „Wildnis“ der Umgebung ab. In seiner homogenen Materialität erinnert der Komplex an brutalistische Großstrukturen wie das Barbican Center in London.

Die Architekten orientierten alle Wohnungen zu beiden Seiten der Scheiben, um Querlüftung zu ermöglichen. Die hohe Anzahl der Bäder ist offensichtlich ein Zeichen der mexikanischen Oberklassewohnkultur. Auch die Außenanlagen bieten nicht zuletzt durch ihre spannende räumliche Inszenierungen einigen Komfort. Ob so die verdichtete Zukunft Guadalajaras aussieht? (dd)

Fotos: Onnis Luque


Kommentare

4

Aaron Moran | 11.08.2017 09:35 Uhr

Andere Länder...

in der Tat widerspiegeln die Grundrisse eine andere Kultur und Mentalität. Diese kann etwas altmodisch aus deutscher Sicht sein, aber in Regionen des Landes gibt es eine Trennung zwischen dem Hausherr und der Dienerschaft. Das kann den Stau- und Waschraum neben den Stiegen als auch den Eingang durch die Küche erklären.
Die Fassade wirkt nicht als eine, die dieser Wohntypologie entspricht. Vielleicht hätte sie etwas tiefer sein können. Die Sonne scheint gnadenlos in Guadalajara...
Zum Kommentar von Moppelhuhn. Dir fehlt zu reifen oder vielleicht ins Ausland zu gehen, Oida. Die beste Architekturschule ist da draußen und nicht im Büro oder in der Bibliothek.

3

Moppelhuhn | 09.08.2017 15:10 Uhr

Das mit den Aufzügen ...

... ist doch nur Quatsch. Zwei Aufzüge, die nicht zu einer Gruppe zusammengefaßt sind - das führt nur zu langen Wartezeiten. Ist das Verkehrsaufkommen bei den jeweiligen Nutzergruppen (Bewohner und Besucher sowie Personal und Lieferanten) denn überhaupt so groß und überschneidet es sich zeitlich so stark, daß sich eine Aufteilung auf verschiedene Aufzüge überhaupt lohnt? Ich würde jedenfalls nicht länger auf den Lift warten wollen, nur damit ich einen anderen Lift benutzen kann als der Lieferant.

Abgesehen davon scheinen mir die Aufzüge etwas klein geraten - was, wenn man mal was größeres transportieren will oder einer der Bewohner mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden muß?

Und welche Maßnahmen sind gegen die Verqualmung des Treppenhauses getroffen worden?
Und sowas dann unter dem Schlagwort "Luxus" verkaufen zu wollen ...

2

LAMAA | 09.08.2017 10:06 Uhr

Andere Länder, andere Sitten!

Wahrscheinlich werden die Wohnungen über den unteren Aufzug erschlossen; der Gast / die Personen kommen im Wohnzimmer an.
Ein spannender Ansatz, doch die Baumasse ist für mich zu groß!
Die Fassadengliederung gefällt mir; einfach, markant, schön.

1

Claus | 08.08.2017 18:21 Uhr

viel Bad wenig Eingang

Jeder bekommt ein eigenes Bad, so weit so schön. Aber wie funktioniert die Erschließung? Ist der eine Aufzug für Hausherr und Gäste, und der zweite für das Personal? Das würde erklären warum man dort über die Küche in die Wohnung kommt.

 
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