Am Hirschgarten
Wiel Arets gewinnt in München
Das Projekt nennt sich „Am Hirschgarten“ und in den Renderings tummeln sich Wale am Himmel. Aber damit erschöpft sich schon die Poesie des neuen Projekts von Wiel Arets Architects (Amsterdam/Zürich) für München. Knapp 70.000 Quadratmeter Bürofläche sollen nämlich entstehen, und das geht nun mal am besten im Block.
Das Grundstück liegt an der Friedenheimer Brücke im Westen der bayerischen Landeshauptstadt und gehörte früher zu den Liegenschaften der Bahn. Angesichts der Höhenentwicklung des geplanten Projekts könnte der Stadtteil Neuhausen-Nymphenburg hier ein neues Wahrzeichen erhalten. Den Zuschlag erhielt Arets nach einem internen Wettbewerb des Entwicklers.
Mehrere ungefähr 15-geschossige Hochhäuser wachsen aus einer Sockelbebauung aus u-förmigen Blöcken, deren Anordnung die Architekten als campusartig bezeichnen. Eingeschossige Bauten in den Innenhöfen bieten Raum für Geschäfte und Cafés, während halbprivate Gärten eine schöne Mittagspause versprechen. Die Grundrisse sind außerdem flexibel gedacht und könnten später auch in Wohnungen umgewandelt werden. (sb)
die eigenen 2,7 m fassadenlänge bekommt man zum 10 jährigen dienstjubiläum, zum 20igsten dann nochmal dicke 1,35m dazu. Der potentielle trockenbauwandanschluss alle 1,35m hält dann noch die Erinnerung wach, das man jederzeit baulich wegflexibilisiert werden kann. Der Fassade ist hier der Ausdruck der Ökonomie die dahinter steht. Obs jetzt die Lösung wäre, das ganze hübscher zu verkleiden, bezweifel ich mal an dieser Stelle.
Welche städtebauliche Entwicklungschance hier in den letzten 15 Jahren vertan auf dem ehemaligen Bahngelände vertan wurde wird offensichtlich erst die nächste Generation spüren. Die erste große Wirtschaftskrise wird diese gestalterische Wüste dann endgültig erledigen. Wenn man den Investoren das Heft komplett in die Hand gibt, wird man die Folgekosten zahlen! Heute noch mehr als früher.
Netter ZDF-Beitrag zur Schießschartenmonotonie übrigens: http://bit.ly/1xbFHDE
Das sucht man bei all den Neubauprojekten in München vergeblich!! Siehe Siemenswerke, Mittersendling, Hirschgarten... 100 Meter lange weiße Wohngebäude reihen sich aneinander und um den Bedarf an Infrastruktur (Einkaufen und co.) zu stillen, mitten drin ein Einkaufzentrum, das Platz für die großen Konsumketten hat. München, das ist alles nicht besser als in Neuperlach.