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04.02.2014

Studierendenhaus im Westend

Wettbewerb in Frankfurt entschieden


Die Goethe-Universität in Frankfurt verlässt sukzessive ihren Gründungsstandort Bockenheim. Für alle sichtbar wurde dies am Wochenende durch die spektakuläre Sprengung des 70er-Jahre-„AfE-Turms“. Auch das legendäre, 1953 errichtete Bockenheimer Studierendenhaus wird aufgegeben.

Für einen Ersatzbau auf dem „IG-Farben-Campus“ im Westend wurde soeben ein Wettbewerb unter 22 Teilnehmern durchgeführt. Bei dem Studierendenhaus handelt sich um ein politisches, kulturelles und soziales Zentrum, wo regelmäßige Theater- und Filmvorführungen, kleine bis mittelgroße politische Veranstaltungen oder Partys stattfinden. Im täglichen Betrieb sind unter anderem das Café KOZ und die Verwaltung geöffnet. Hinzu kommen Aufenthalts- und Lernräume, Gruppenräume, eine Fahrradwerkstatt sowie die erforderlichen Infrastruktur-, Nebennutz- und Technikräume. – Die Jury unter Vorsitz von Ulrike Lauber vergab diese Preise und Anerkennungen:

  • 1.  Preis (20.000 Euro): hjp architekten, Jürgen Hauck, Herbert Osel; Gießen

  • 2. Preis (14.000 Euro): Bez + Kock Architekten Generalplaner GmbH, Martin Bez, Thorsten Kock; Stuttgart

  • 3. Preis (10.000 Euro): bogevischs buero architekten & stadtplaner GmbH, Rainer Hoffmann; München

  • 4. Preis (8.000 Euro): wulf architekten GmbH, Tobias Wulf, Kai Bierich, Alexander Vohl; Stuttgart

  • 5. Preis (6.000 Euro): pbr Planungsbüro Rohling AG, Architekten und Ingenieure, Heinrich Eustrup; Braunschweig

  • Anerkennung (4.000 Euro):  Zvonko Turkali Architekt BDA – Turkali Architekten; Frankfurt am Main

  • Sonderpreis des AStA: hjp architekten, Prof. Jürgen Hauck, Herbert Osel; Gießen (4.500 Euro) und Architekten Stein Hemmes Wirtz, Frankfurt am Main (1.500 Euro)


Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Entwurf überzeugte die Jury durch eine eigenständige Lösung, die das architektonische Repertoire des Campus Westend geschickt und vielschichtig eingesetzt, so der Auslober. Weiter heißt es: „Durch einen plastischen Gestaltungsansatz für die Gebäudekubatur sowie eine Fassade mit spielerisch erscheinenden großmaßstäblichen Öffnungen in den öffentlichen Bereichen und einem regelmäßigen Fensterraster vor den Bürobereichen lassen sich die Nutzungen bereits von außen gut ablesen. Besonders signifikant ist ein zweigeschossiger, zum Zentrum des Campus ausgerichteter Fassadeneinschnitt, hinter dem sich das verglaste Foyer des großen Saales befindet, und der einen ‚Vorhang‘ aus Rankpflanzen erhalten soll.“

Die Jury hat den Entwurf so beurteilt: „Städtebaulich beantworten die Verfasser die kontextuell stark geprägte Bauaufgabe mit einer skulpturalen bauplastischen Haltung. Das Repertoire des architektonischen Maßstabs wird hierbei geschickt und vielschichtig eingesetzt, um den besonderen Baustein ‚Studierendenhaus‘ im Campus Westend zu verorten. Die Grundrisse sind handwerklich gut durchgearbeitet und bieten kommunikative Binnenzonen an, die räumlich interessant verknüpfte Bereiche ausbilden. Durch den hohen Verkehrsflächenanteil in den öffentlichen Geschossebenen wird für die Büronutzung ein Staffelgeschoss erforderlich, wodurch sich die Kubatur entsprechend vergrößert. Gleichzeitig präsentiert sich dadurch aber auch das Gebäude signifikant im Campus. Nicht ganz überzeugen können der nicht nachvollziehbare Rückschnitt der Fassade im 5. Obergeschoss und die zu eng getakteten schlitzartigen Fenster.“

Das Gebäude soll bis 2017 fertig gestellt sein.


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1. Preis: hjp architekten

1. Preis: hjp architekten

2. Preis: Bez und Kock

2. Preis: Bez und Kock

3. Preis: bogevischs buero

3. Preis: bogevischs buero

4. Preis: wulf architekten

4. Preis: wulf architekten

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