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08.10.2014

Vorbild Serpentine

Temporärer Pavillon in Melbourne


Ein temporärer Pavillon, der jährlich wechselt und von namhaften Architekten entworfen wird? Das klingt nach London, Hyde Park, Serpentine. In Melbourne hat die Naomi Milgrom Foundation nun das Konzept übernommen und den MPavilion ins Leben gerufen. Am Montag wurde der erste von vier über die kommenden Jahre geplanten Pavillons eröffnet. Den temporären Bau entwarf der in Melbourne ansässige Architekt Sean Godsell.

Erst vergangenen Sommer konnte Godsell ein großes Forschungszentrum, das Design Hub des Royal Institute for Technology in Melbourne fertigstellen, hat also im Unterschied zu den Serpentine-Gallery-Architekten, die jeweils noch nicht in England gebaut haben dürfen, bereits etwas in Australien realisiert.

Sean Godsell beschreibt seinen Entwurf als „einfache Stahlkonstruktion mit verglastem Dach und voll automatisierter Außenhaut“, die für Schatten sorgt und die Sonne filtert. Die Fassade besteht aus perforierten Aluminiumtafeln, die das Licht reflektieren und so für eine schillernde Gebäudeoberfläche sorgen. Wände und Dachpaneele lassen sich mit Hilfe pneumatischer Arme bewegen: So öffnet sich der Pavillon morgens mit dem Sonnenaufgang, schließt sich abends und bildet im Laufe des Tages verschiedene Figuren aus. „Eine Architektur, die blüht wie eine Blume“ und nachts eine „mysteriöse Verschlossenheit“ ausstrahle, so der Architekt.

Serpentine-Gallery-Direktorin Julia Peyton-Jones reiste eigens für die Eröffnung an. Sie lobte das Projekt als Katalysator, der Melbourne kulturell bereichern und die internationale Vernetzung stärken könne. Vier Monate lang soll der temporäre Pavillon mit verschiedenen öffentlichen Programmen bespielt werden, darunter Diskussionen, Workshops, Konzerte und Filmabende. Im Queen Victoria Garden an der St. Kilda Road aufgebaut, liegt der Pavillon im Epizentrum des Melbourner Kunstbetriebs gegenüber dem Arts Center Melbourne.

Im Anschluss an seine viermonatigen Betriebszeit geht der Pavillon als Geschenk an die Stadt – in der Hoffnung, dass er an anderer Stelle permanent wiedererrichtet wird. (lr)

Fotos: Earl Carter


Zum Thema:

www.mpavilion.org


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