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24.10.2016

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Communicating Architecture

Tag 3 und 4: Urban Age und Wohnen heute


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In der Bücherwelt von heute geht es immer mehr um den thematischen Zusammenhang – nicht zuletzt, weil auch die Algorithmen der Suchmaschinen nicht vor Verlagsgrenzen halt machen. Die beiden Architekturverlage JOVIS (Berlin) und Park Books (Zürich) übertragen dieses Prinzip zur Buchmesse 2016 in die reale Welt. Unter dem Motto „Communicating Architecture“ wird an ihrem Gemeinschaftsstand jeden Tag mit Fachleuten ein anderes Thema diskutiert. BauNetz ist Medienpartner und präsentiert heute abschließend die Resümees der letzten beiden Tage.

Waren die beiden ersten Tage mit „Baukultur für Alle“ und der „Krise in der Architektur“ strukturellen Fragen gewidmet, führten die Tage drei und vier ganz konkret durch die Straßen bis zum Haus: „Urban Age – Unser Leben in den Städten“ lautete das Thema am Freitag, am Samstag wurde dann „Wohnen heute und morgen“ diskutiert. Zu „Urban Age“ sprach Thomas Kramer von Park Books mit den beiden Architekten Harry Gugger und Manuel Herz, die beide in Basel lehren. Zur Nachmittagssession kamen dann Jutta Bornholdt-Cassetti vom JOVIS Verlag, die Frankfurter Professorin Maren Harnack und Tobias Meier von Urbanophil zusammen.

Manuel Herz und Harry Gugger thematisierten dabei zunächst verschiedene Aspekte der ökonomischen und politischen Beeinflussung von urbaner Entwicklung. Eine globale Tendenz sei dabei die zunehmende Auflösung von Territorien durch sich ausbreitende Urbanität. Da Territorien aber eine wichtige Orientierungsfunktion haben, ist es Aufgabe von Architektur und Stadtplanung, diese wieder stärker herauszuarbeiten, so die Schlussfolgerung. Maren Harnack und Tobias Meier diskutierten die Möglichkeiten, den urbanen Raum zu planen und Aneignungs- und Identifikationsprozesse zu begleiten und zu beeinflussen. Beide vertraten den Standpunkt, dass Entwicklung Freiraum braucht und Überplanung auf Seiten der Stadtplaner vermieden werden sollte. Beide wünschen sich mehr Entspanntheit und Offenheit auch für eine unstrukturierte Entwicklung des urbanen Raums, damit die Stadt Platz für alle biete.

Zum Thema „Wohnen für alle“ unterhielten sich dann am Samstag zunächst der Jovis-Lektor Philipp Sperrle, Klaus Dömer von der Münster School of Architecture, Birgit Kasper vom Frankfurter Netzwerk für gemeinschaftliches Wohnen und Christoph Metzger, Professor an der Braunschweiger Hochschule für Bildende Künste. Die vielfältigen Veränderungen der heutigen Gesellschaft stellen dabei zugleich neue Anforderungen an die Wohnformen. Die Vielzahl an Anforderungen und Projekten hat den Rahmen der Veranstaltung schnell gesprengt, einig war man sich aber, dass nicht nur Architekten dazu beitragen können, sondern auch Wohnungsbauunternehmer, Wohnungsbaugesellschaften und vor allem die Politik gefragt sind.

Ein Großprojekt, das diese Anforderungen aktuell in Zürich aufgegriffen hat, stellte in der zweiten Veranstaltung im Gespräch mit Thomas Kramer von Park Books Jean-Claude Maissen vom Zürcher Freilager vor. Die Freilager AG hat im alten Zollfreilager ein neues Quartier mit 800 Mietwohnungen und 200 Zimmern für Studierende geschaffen. Spannend zu hören war, wie ein solches Projekt in Zusammenarbeit mit der Kommune, mit mehreren Architekten, der Denkmalpflege, den Landschaftsplanern und potenziellen Gewerbetreibenden entstanden ist.

Mit dem heutigen Beirag endet unsere kurze Reihe zu „Communicating Architecture”, weitere Veranstaltungen sind aber in Zukunft geplant.


Zum Thema:


Schwerpunkt „Urban Age":


Schwerpunkt „Wohnen heute und morgen“:




 
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Tag 3: „Urban Age“

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Tag 4: „Wohnen heute und morgen“

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