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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Tag_1_auf_der_Buchmesse_Baukultur_fuer_alle_4891685.html

20.10.2016

Communicating Architecture

Tag 1 auf der Buchmesse: Baukultur für alle


In der Bücherwelt von heute geht es immer mehr um den thematischen Zusammenhang – nicht zuletzt, weil auch die Algorithmen der Suchmaschinen nicht vor Verlagsgrenzen halt machen. Die beiden Architekturverlage JOVIS (Berlin) und Park Books (Zürich) übertragen dieses Prinzip zur Buchmesse 2016 in die reale Welt. Unter dem Motto „Communicating Architecture“ wird an ihrem Gemeinschaftsstand jeden Tag mit Fachleuten ein anderes Thema diskutiert. BauNetz ist Medienpartner und präsentiert in den nächsten Tagen jeweils kurze Resümees.

Italomodern, Back in the USSR oder African Modernism – wenn die Architekturproduktion der Nachkriegszeit für eine jungen Generation wieder als hip gilt, dann beruht dies nicht zuletzt auf der Vermittlungsarbeit, die in den letzten Jahren unter anderem auch mit opulenten Bildbänden geleistet wurde. Man darf hoffen, dass aus dieser nicht selten zunächst mal ästhetischen Wertschätzung auch ein tieferes Verständnis für die Notwendigkeiten einer zeitgenössischen Baukultur erwächst.

Die Bücher selbst, die in Frankfurt die Wände säumen, sind also schon ein Teil der Antwort, wenn am ersten Tag von „Communication Architecture“ das Thema lautete: „Baukultur für alle – wie kann Architektur der Öffentlichkeit vermittelt werden?“ Darüber diskutierten gestern der Architekturhistoriker Werner Durth (TU Darmstadt), der Kunstgeschichtler Carsten Ruhl (Goethe-Universität Frankfurt) und der Historiker Wolfgang Voigt, der frühere stellvertretende Direktor des Deutschen Architekturmuseums, mit Jochen Visscher, dem Verleger des JOVIS Verlages. Später sprachen dann der Kurator Oliver Elser (DAM) und die Geschäftsführerin des Vereins BauKultur, Eva Guttmann, mit Thomas Kramer, Verleger von Park Books.

Einig waren sich alle Diskutanten über die enorme Bedeutung von Architektur als Kulturgut für die Allgemeinheit. Unter den Kunstdisziplinen wird die Architektur immer noch am wenigsten in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Daher ist die  Kernfrage bei allen Akteuren im Bereich Architekturvermittlung: Wie lässt sich eine möglichst breite Aufmerksamkeit für das Thema über die Fachwelt hinaus erzielen? Deutlich wurden im Verlauf der Gespräche die Vielfalt und Kreativität ganz unterschiedlicher Formen der Architekturvermittlung – von Ausstellung über Forschung und Lehre bis zur Stiftung Baukultur.

Morgen Tag 2: „Die Krise in der Architektur“


Zum Thema:

Mehr über African Modernism auch als Auszug in der Baunetzwoche#402, die wilden Jahre der italienischen Nachkriegszeit außerdem in den Ausgaben Italomodern und Italomodern 2.

Weitere Ausgaben zum Schwerpunkt:





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