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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Stadtrat_bewilligt_Neubau_893599.html

21.12.2009

Kölner Schauspielhaus

Stadtrat bewilligt Neubau


Mit einer Entscheidung des Kölner Stadtrats in der Nacht zum 19. Dezember 2009 hat sich ein jahrelanger Diskussionspunkt der Kölner Baupolitik zu einer Kompromiss-Lösung hin bewegt: Der Stadtrat entschied sich für den Neubau des Schauspielhauses und die Sanierung der Oper nach Plänen von JSWD Architekten (Jaspert Steffens Watrin Drehsen, Köln) und Chaix & Morel (Paris) und bewilligte dafür 295 Millionen Euro.

Im Juni 2008 hatten diese beiden Büros den 1. Preis im Wettbewerb um den Neubau des Kölner Schauspielhauses belegt (siehe BauNetz-Meldung). Der Entwurf sieht die Sanierung des denkmalgeschützten, ab 1957 nach Plänen von Wilhelm Riphahn errichteten Opernhauses sowie den Neubau des Schauspielhauses vor. Das bestehende Schauspielhaus aus dem Jahr 1962, ebenfalls von Wilhelm Riphahn, wird abgerissen. Kritiker sehen darin die Teilzerstörung eines zusammengehörigen, hochrangigen Ensembles der Nachkriegsarchitektur. Ursprünglich war sogar diskutiert worden, auch das markante Opernhaus abzureißen (siehe BauNetz-Meldung vom 8. Oktober 2004).

Der Rat folgte damit der Vorlage der Verwaltung, die eine abgespeckte Version des ursprünglichen Siegerentwurfs für das Opernquartier vorsieht. Zudem werden das externe Produktionszentrum und der externe Orchesterprobensaal saniert.


Von Sommer 2010 an ziehen Oper und Schauspiel in Ausweichquartiere. Die Interimszeit soll bis 2014 dauern.

Abgesehen von der Herstellung einer angemessenen räumlichen Präsenz und zeitgemäßer Produktionsbedingungen für Theater wie Oper verfolgt der Entwurf auch das städtebauliche Ziel der Aufwertung des Gesamtensembles Offenbachplatz mit Ausstrahlung in den angrenzenden Innenstadtbereich. Die bisherige „Hinterhoflage“ des Schauspiels zählte neben deren maroden technischen Zustand zu den Hauptgründen für die Auslobung des Wettbewerbs. 

Das Theaterhaus selbst wird von einer zweischichtigen Vorhangfassade umschlossen. Im Inneren führt eine großzügige Treppe von der Platzebene zunächst ins Hauptfoyer – und von dort weiter zu den einzelnen Sälen. Dieser Weg der Besucher durch die Ebenen und ihre wechselnden Ausblicke ist für die Architekten Teil des Theatererlebnisses und der Inszenierung des halböffentlichen Raumes.


Zu den Architektenprofilen:

JSWD Architekten
Atelier d’architecture Chaix & Morel et associés


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