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28.01.2013

Krone aus Baubronze

Stadthalle in Reutlingen von Max Dudler eröffnet


Es leuchtet und strahlt im Tor zur Schwäbischen Alb: Anfang des Jahres wurde nach gut drei Jahren Bauzeit in Reutlingen die neue Stadthalle eingeweiht. Verantwortlich für Entwurf und Planung zeichnet Max Dudler, der sich für den Neubau zu Teilen von alten Tempelbauten, aber auch ganz offensichtlich von Mies van der Rohes Nationalgalerie inspirieren ließ.

Die Stadthalle soll als Kernstück des neu geschaffenen Bruderhausareals neben der alten Kernstadt ein zeitgenössisches, kulturelles Zentrum für Reutlingen schaffen. Eingebettet in den künftigen Bürgerpark, liegt die neue Halle gut erreichbar am Rand der Altstadt und soll von dort als „leuchtender Turmbau“ sichtbar sein. Als „Stadtbalkon“ hat Dudler den Glasbau auf Höhe der Baumwipfel angehoben: Ein Sockel trägt den großen Saal, der als Bühnenraum, Ausstellungshalle oder Ballsaal genutzt werden kann. Als Vorbild für diesen „Ort der Kommunikation“ hatte der Architekt den Sockel der Nationalgalerie von Mies van der Rohe in Berlin vor Augen. Die strenge vertikale Ordnung der Saal-Fassade erinnert mit ihren raumhohen Fenstern an den Säulengang eines antiken Tempels. Wie eine „Krone“ wird der große Saal gut sichtbar in die Stadt strahlen. Dieser ähnelt in Form und Größe übrigens dem Konzertsaal des Wiener Musikvereins. Er fasst bei ebenerdiger Bestuhlung 1.689 Besucher und soll über eine ausgezeichnete Akustik verfügen – insbesondere für klassische Konzerte. Durch variable Schallelemente lässt sich die Raumakustik aber auch auf Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt auf das gesprochene Wort einrichten.

Der Kleine Saal bietet Platz für bis zu 416 Personen. Er eignet sich für Konferenzen und Tagungen, aber auch für kleinere Konzerte und Festlichkeiten. Der Kleine Saal ist ebenfalls überaus variabel, er kann bis zu viermal geteilt werden. Zudem bietet er einen einzigartigen Blick über die Dächer der Stadt.

Die Fassade der neuen Stadthalle ist mit Baubronze beschlagen und soll dem Gebäude dadurch eine gewisse Schwere verleihen. Die äußere Glasebene der Fenster liegt flächenbündig in der Ebene der Metallfassade. Im Inneren setzt sich die Materialität fort, wobei die Böden der Foyers einen Natursteinbelag aus Travertin erhalten sollen.

Fotos: Stefan Müller


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