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13.07.2017

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Des Architekten Wunderkammer

Sir Norman Foster Foundation in Madrid eröffnet


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In Zeiten, in denen der Blick in die Zukunft für viele mit Unsicherheit belastet ist, blickt er ihr kontinuierlich erwartungsvoll entgegen: Sir Norman Foster will Zukunft gestalten und investiert in sie. Sei es mit seiner High-Tech-Architektur und dem technologischen Fortschrittsoptimismus, der aus ihr ruft. Oder mit seinem Engagement in der Nachwuchsförderung: dem konsequent seit den 1960er Jahren reglementierten Durchschnittsalter seiner Beschäftigen von 32 Jahren. Oder mit den Reisestipendien, die seine Stiftung seit Ende der 1990er Jahre an Studenten vergibt. Sir Norman Foster möchte die gesamte Gesellschaft und speziell junge Architekten auf eine, seine, Zukunftsidee vorbereiten.

So ließe sich auch die Agenda der Norman Foster Foundation umreißen. Formal gibt es die Stiftung schon lange. Seit Juni 2017 hat sie nun eine physische Präsenz – in einer denkmalgeschützten Villa des spanischen Belle Époque-Architekten Joaquín Saldaña in Madrid. Und weil die Räume für eine Ausstellung von Objekten Fosters, die seinen Pioniergeist der letzten 50 Jahre belegen sollen, etwas unpassend wären, hat der Architekt einen Glaspavillon hinzugefügt, dessen Dach „wie ein Flugzeugflügel geformt ist.“

Hiermit übersetzt Foster seine Leidenschaft für das Fliegen und für die Luftfahrttechnologie in ein architektonisches Element. Das Dach des Pavillons lastet auf einer versteckten Stahlstruktur und kragt über eine tragende Glasfassade, sodass es, wie die Architekten schreiben, „zu schweben scheint“. Der Neubau zeige die „innovative und unauffällige Nutzung von Glas und Stahl" und somit das Ergebnis einer Forschung, die Norman Foster seit mehr als fünf Dekaden vorantreibt.

Generell geht es in Madrid viel um die Selbstinszenierung des Architekten. So beherbergt das Haus Fosters eklektische Sammlung: ein Automobil von Le Corbusier sowie Modelle, Fotografien und Skulpturen anderer, die zu ihrer Zeit jeweils als innovativ galten. Die Decke ist verspiegelt und lenkt die Blicke zurück auf die Exponate. Denn die Architektur, so heißt es, solle nicht mit der Wunderkammer konkurrieren und ihr die Aufmerksamkeit des Besuchers entziehen. Mit dieser, vielleicht strategischen Bescheidenheit bekommt Foster gerade noch so die Kurve, bevor er sich unsympathischerweise selbst als Pionier adelt. (df)


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Kommentare

2

d.teil | 25.07.2017 12:16 Uhr

super.

mehr muss man nicht aussprechen.

1

LAMAA | 13.07.2017 19:26 Uhr

schick

ALT & NEU; immer wieder ein sehr schönes Thema.
Die große außermittig gelagerte Wendetür ist wirklich eine "Augenweide", simpel genial!
Herzlichen Glückwunsch
TT

 
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