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03.03.2016

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Grafton, Chipperfield, Diller Scofidio

Shortlist für Uni-Erweiterung in London


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Die London School of Economics hat sich in den letzten Jahren nicht nur um die Wirtschaftswissenschaften, sondern auch um die Architektur verdient gemacht. Das Saw Swee Hock Student Centre von O’Donnell + Tuomey Architects gewann beispielsweise 2014 zahlreiche Preise, während 2013 allein der Wettbewerb für das Global Centre for Social Sciences für Aufsehen sorgte. Die damaligen Gewinner, Rogers Stirk Harbour + Partners, arbeiten gerade an der Umsetzung, Ende 2018 soll der Neubau fertig sein.

Jetzt folgt in Zusammenarbeit mit der Competitions-Abteilung der RIBA ein weiterer prominent besetzter Wettbewerb für einen wichtigen Neubau. Das sogenannte Paul Marshall Building wird den Namen seines Stifters tragen, einem Hedgefonds-Manager, der an der LSE ein Institut für Soziales Unternehmertum eingerichtet hat. Neben diesem sollen weitere Abteilungen der LSE in das geplante Gebäude im Londoner Zentrum ziehen. Das Grundstück liegt unmittelbar am Lincoln’s Inn Fields, dem größten öffentlichen Platz der Metropole – und damit nur wenige Meter von den anderen Gebäuden der Hochschule entfernt.

Die kürzlich vorgestellte Shortlist umfasst zahlreiche prominente Namen, wobei über die Autorenschaft der veröffentlichten Entwürfe nur spekuliert werden kann. Wie bei den bisherigen Wettbewerben soll sich die Öffentlichkeit zunächst ein unabhängiges Bild machen können, während Mitglieder der LSE sogar über die Entwürfe abstimmen dürfen – nicht bindend allerdings. Mit dabei sind folgende Büros:


  • AL_A, London


  • David Chipperfield Architects, London


  • Diller Scofidio + Renfro, New York, mit Penoyre & Prasad, London


  • Grafton Architects, Dublin


  • Herzog & de Meuron, Basel und London


  • Niall McLaughlin Architects + Scott Brownrigg, beide London


Ihre Urheber geben die Entwürfe so ohne weiteres nicht preis – obwohl die Büros durchaus für sehr unterschiedliche Philosophien stehen. Insbesondere hinsichtlich der Materialwahl gibt es einfach zu viele Parallelen, was auch am gediegenen Image der Hochschule liegen mag, das die Architekten in steinerne Fassaden zu übersetzen versuchen. Davon abgesehen werden wohl proportionierte Kuben, zerklüftete Gebirge, komplexe Kompositionen und banale Kästen (mit reichem Innenleben) geboten. Unterschiede lassen sich aber insbesondere auch bezüglich des Erdgeschosses ausmachen – interessant scheinen jene Lösungen, die hier für Offenheit sorgen.

Die Entwürfe dürften in den nächsten Wochen ausgiebig diskutiert werden, aber das letzte Wort hat am Ende eine Jury unter Vorsitz des Soziologen und LSE- Präsidenten Craig Calhoun. Im April werden alle Teams ihre Lösung persönlich vorstellen, später im Frühling folgt dann die Bekanntgabe der Gewinner. (sb)



Zum Thema:

www.lse.ac.uk
www.ribacompetitions.com


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Kommentare

2

Andrea Palladio| 07.03.2016 11:11 Uhr

@max

Schon interessant, Beitrag "D" einfach mal so als irrelevant abzutun.

Wenn überhaupt, würde mir das am Ehesten bei Beitrag "A" über die Lippen kommen. Seltsame Einfälle mit erwartbaren hohen Ausführungsschwierigkeiten ohne erkennbaren räumlichen Mehrwert.

1

max| 03.03.2016 16:01 Uhr

hmmm

chipperfield (F) sehr zurückhaltend, fast schon langweilig, wenn es bunte Möbel braucht, um es zu beleben.
Herzog & de Meuron (C) ein Mix aus vorhergehenden Projekten, aber typisch HDM.
Diller scoffidio (A): WTF, hab ihr jemals Materialien in der Hand gehabt?
Team B: nettes Bild vom Obergeschoss, aber sonst: Willkommen im Strassenverkehrs-Amt!

Rest: Irrelevant...

 
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