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09.01.2006
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Shigeru Bans Recycling-Architektur ist nicht recycelbar
Shigeru Ban gilt weltweit als Wunderkind der Papierarchitektur und Pionier in der Verwendung von ungewöhnlichen, „innovativen“ Materialien in der zeitgenössischen Architektur.
Zuletzt hat er dies in New York mit dem temporären Ausstellungshaus für die Ashes-and-Snow-Ausstellung des kontrovers diskutierten Tierfotografen Gregory Colbert bewiesen (siehe BauNetz-Meldung). Die Verwendung von Readymades (die Kunsthalle hat Ban aus Übersee-Schiffscontainern zusammengesetzt) galt vielen als genial.
Jetzt wird die Schau im sonnigen Santa Monica noch einmal gezeigt - eine gute Gelegenheit, die Readymades wieder zu verwenden, sollte man denken. Die Container des Museums müssten nur einmal durch den Panamakanal hindurch nach Kalifornien transportiert werden.
Die Zeitung „Lookout“ aus Santa Monica berichtet am 4. Januar 2006 jedoch, dass der Aufbau des angeblich wiederverwendbaren Kunsttempels, der am 14. Januar am Pier von Santa Monica eröffnet wird, über 6 Millionen Dollar kosten wird. Es stellte sich nämlich heraus, dass die Container in New York zusammengeschweißt und deshalb im Anschluss an die Schau weggeworfen werden mussten. Gefördert wird die Schau übrigens von der Firma Rolex.
Ulf Meyer
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