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12.07.2017

Kunst im Öltank

SANAAs Pläne für Museum in Sydney


Der Wettbewerb wurde zwar bereits vor zwei Jahren entschieden, doch nun ist das Geld bewilligt, und es ist klar, dass SANAA in Sydney bauen werden. Damit ist ein weiterer, entscheidender Schritt für die Erweiterung der Art Gallery of New South Wales getan. Die Japaner hatten sich in einem geladenen Wettbewerb in zwei Runden gegen elf Konkurrenten – darunter so illustre Namen wie Kengo Kuma, David Chipperfield, Renzo Piano und Herzog & de Meuron – durchgesetzt.

Die Art Gallery of New South Wales ist eines der größten und ältesten Museen Australiens, die Erweiterung durch die Pritzker-Preisträger aus Tokio kann deshalb als ein landesweit herausragendes Projekt gelten. Der Entwurf sieht zwei gänzlich unterschiedliche Bauteile vor. Erstens eine lichte Pavillonstruktur, die sich vom bestehenden Gebäude zum nahen Hafen hinab entwickelt. In diesem Sinne schließen SANAA klar an ihre etablierte Architektursprache an. Zweitens wird es einen gänzlich unterirdischen Teil geben, nämlich die Umnutzung eines alten Öllagers aus dem Zweiten Weltkrieg. Die riesige, dunkle Halle, die von gleichförmigen, rohen Stützen getragen wird, soll zu einer Ausstellungshalle umgebaut werden. Man darf gespannt sei, wie die Architekten mit dieser Herausforderung – die so gar nicht dem bekannten Arbeitsansatz des Büros entspricht – umgehen werden.

Der Erweiterungsbau soll 2021 eröffnen und wird vor allem Kunst der Aborigines und der Torres-Strait-Insulaner beherbergen. Er markiert also auch eine Abkehr von der globalen Kunstszene und stellt eine bauliche Wertschätzung der indigenen Kunstproduktion Australiens dar. (gh)


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