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09.12.2016

Turmdrillinge am Port Jackson

Rogers Stirk Harbour + Partners fahren in Sydney auf


Barangaroo South – der Name ruft unberührte Strandlandschaften wach. Doch er bezeichnet ein längst verstädtertes Hafenviertel in Sydney. Nur der indigene Ortsname ist für dieses Areal geblieben, das die Stadtplaner von Landlease (Sydney) nun peu à peu zu einem Boomdistrict in der australischen Metropole transformieren wollen. Bootsterminals, eine Uferpromenade, Apartmenthäuser, Hotels und Büros mit Blick auf den Port Jackson sollen dort entstehen. Einen der ersten Schritte zur Umwandlung von Banagroo South machten Rogers Stirk Harbour + Partners (London). Drei Türme setzten sie direkt ans Hafenufer, der letzte wurde gestern fertiggestellt. Mit ihren eingekerbten Zylindersilhouetten und den konstruktivistisch-farbigen Fassaden fungieren die Türme als das technoide Gestirn des städtebaulichen Großprojekts.

Drillinge sollen die Türme sein. Sie sind für eine maximale Belichtung nicht im Sydney-typischen Raster, sondern strahlenförmig zum Hafen angeordnet. Identisch in der Gebäudfigur, unterscheiden sie sich mit ihren roten, silbernen und gelben Lamellen im Detail. 23.000 Büromitarbeiter sollen die drei Bauten täglich frequentieren. Auf ihren enormen 300.000 Quadratmetern, die Rogers Stirk Harbour + Partners als „Premium Office Spaces“ preisen, können die Büroflächen flexibel gestaltet werden.

In den oberen Etagen zogen die Architekten auf einzelnen Geschossebenen die Außenwände nach innen und schufen so weite Terrassen. Aus der Ferne wirken diese offenen Plattformen wie Einkerbungen oder Eichungen in den zylinderförmigen Gebäuden. Das Motiv eingezogener Außenwände verwandten Rogers Stirk Harbour + Partners bereits bei einem Büroturm in Mexiko-Stadt.

Wie in Mexiko gaben die Architekten auch in Sydney den breiten Sockelkonstruktionen der Bürotürme eine besondere Rolle. Sie sind das Scharnier – um in der Terminologie von Technik und Mechanik zu bleiben – zwischen der geschlossenen Businesswelt in den oberen Geschossen und dem öffentlichen Raum. Die weiten Lobbies öffnen sich jeweils mit raumhohen Glasfronten, Cafés und Boutiquen zur Straße. Dadurch wollen Rogers Stirk Harbour + Partners den öffentlichen Raum auf das Gebäudeinnere erweitern und die Sockel ihrer Drillinge nicht nur als Bestandteil der Architektur interpretieren, sondern als städtebauliches Element. (sj)

Fotos: Brett Boardman Photography


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