Grundstein in Basel
Roche-Hochhaus von Herzog/de Meuron
Ein weiteres Schweizer Hochhaus-Projekt wurde diesen Monat mit seiner Grundsteinlegung auf den Weg gebracht: Der 178 Meter hohe Roche-Büroturm Bau 1 wurde von Herzog/de Meuron entworfen und soll 2015 dem gerade erst fertiggestellten Züricher Prime Tower den Rang als höchstes Gebäude der Schweiz ablaufen. Für den Baseler Pharmakonzern bedeutet der Neubau die Möglichkeit, bisher auf die ganze Stadt verteilte Mitarbeiter unter einem Dach zusammenzuführen. Das 550 Millionen Franken teure Projekt wird 41 Etagen umfassen und dort 2.000 von insgesamt 9.000 Basler Angestellten der Firma unterbringen.
Der Bau knüpft an die von Rudolf Otto Salvisberg geprägte Architektur des Basler Roche-Areals an und vereint laut Pierre de Meuron „betriebliche und wirtschaftliche Bedürfnisse mit städtebaulichen Anforderungen“. Der als „vertikale Stadt“ konzipierte Bau soll mit seiner schlichten, aber unverwechselbaren Form trotz seiner großen Höhe nicht monumental oder gar erdrückend wirken.
Sie passt stilistisch auch gut in das Gelände. Baukörperlich und von der Größe, nö. Da passt sie nicht. Das Hochaus aus den späten Fünfzige Jahren von Roland Rohn, einem Schüler von Otto Rudolf Salvisberg, das ist eigentlich der Maßstab für das MAXIMUM für das Gelände und auch für Basel. Wenn man nämlich von der Terrasse hinter dem Basler Münster oder aber von der Rheinbrücke (St.Alban) auf das Roche-Gelände schaut, so fügt sich der Rohn-Bau gut in die Silhouette ein, die hier (meistens auch noch bei schlechterem Wetter) durch die Berge im Hintergrund bestimmt wird. Wenn da der alte Hochbau von der Rheinbrücke aus gesehen gerade mal doppelst so groß, wie die Berge wirkt, ist das noch OK. Höher wird aber keinen Bezug mehr zur Landschaft haben, es wird einfach rausknallen. So, wie dieser Glasblock in Kleinbasel, der seit ein Paar Jahren völlig unvermittelt stört. Er steht einfach in einem sonst eben zonierten Gelände. Also, auch ich denke, das ist eine Katastrophe mit dem neuen Roche-Bau. Der Bau von Rohn wirkt ja von Basel aus gesehen wie eine Dominante, die Basel ausleitet. Aber zart und sanft. In Zukunft wirds klobig und überbetont sein.
Dass das Gebäude von H&M ist, ist keine Garantie für ein städtisch passendes Gebäude! Es scheint besser nach Frankfurt oder München zu passen, aber nicht nach Basel! H&M waren früher für Basel subtiler und intelligenter unterwegs!!