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http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Rehaklinik_von_gmp_in_Wuzhen_4686659.html

08.02.2016

Genesung auf Chinesisch

Rehaklinik von gmp in Wuzhen


Auf den ersten Blick wirkt der Wuzhen Medical Park in dem gleichnamigen Landschaftspark Wuzhen, etwa 120 Kilometer südwestlich von Shanghai, wie eine Hotelanlage mit Wellnessbereich. Das ist kein Zufall, denn die neue Rehaklinik von gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner soll durch eine „atmosphärisch anregende Architektur, durch räumliche Vielfalt, eine anspruchsvolle Gartenanlage sowie die moderate Dimensionierung der Gebäude“ das Gesunden der Patienten unterstützen. Als „Healing Architecture“ bezeichnet man den Planungsansatz, der davon ausgeht, dass Architektur einen wertvollen Beitrag zum psychischen und physischen Wohlbefinden von Patienten leisten kann.



Von einer Kooperation deutscher Krankenhausbetreiber mit chinesischen Partnern getragen, soll der Wuzhen Medical Park mit besonderen Standards in Medizin wie Architektur auf die gehobenen Ansprüche im chinesischen Gesundheitsmarkt reagieren. Das äußere Erscheinungsbild des 75.000 Quadratmeter großen Klinikkomplexes mit Schwerpunkt Neurologie und Orthopädie prägen horizontal gegliederte Terrakotta-Elemente und deren Licht- und Schattenspiel vor dunklen Fassadenfeldern. Den Eingang zum Foyer markieren gebäudehohe Kolonnaden, die den Blick durch die Frontverglasung auf großformatige Deckenkassetten freigeben.



Innen setzt sich das kontrastreiche Zusammenspiel von Material und Farbe fort. Die verschiedenen Abteilungen mit Behandlungsräumen im Erdgeschoss und Patientenzimmern in den oberen Etagen sind mit der Eingangshalle verbunden. Im Obergeschoss befinden sich Verwaltungsräume und ein Restaurant mit Terrassenblick über das gesamte Areal. Die zwei- und dreigeschossigen Hofhäuser, darunter auch Wohngebäude für das Personal, gruppieren sich im ausgedehnten Park um einen zentralen See. Inspiriert ist das Arrangement von der nahen Wasser- und Museumsstadt Wuzhen und ihrer von zahlreichen Flüssen und Kanälen durchzogenen Umgebung. Innen und außen klar gegliedert, luftig, hell, reduziert, dabei gefällig und mit regionalspezifischem Bezug bietet der harmonische Ort, entworfen von Meinhard von Gerkan und Stephan Schütz, beste bauliche Voraussetzungen für die Genesung. (bk)

Fotos: Christian Gahl


Zum Thema:

Mehr über die heilende Wirkung von Gebäuden in der Baunetzwoche#404 „Healing Architecture“


Zu den Architektenprofilen:

gmp · Architekten von Gerkan, Marg und Partner


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